Themenwoche Sport & Freizeit Hier kann man im Freien Sport machen

Hilden/Haan · Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen geht auch in der Region Düsseldorf langsam zurück. Das bringt neue Freiheiten und Möglichkeiten sportlicher Betätigung mit sich. Was schon alles geht und unter welchen Bedingungen: Wir haben uns in der Region einmal umgehört.

 Lilli will auch in Coronazeiten nicht auf Wakeboarding und Wasserski verzichten. Auf der Anlage in Langenfeld kann sie auch jetzt ihrem Sport nachgehen – natürlich nur im Neopren-Anzug.

Lilli will auch in Coronazeiten nicht auf Wakeboarding und Wasserski verzichten. Auf der Anlage in Langenfeld kann sie auch jetzt ihrem Sport nachgehen – natürlich nur im Neopren-Anzug.

Foto: Matzerath, Ralph (rm)/Matzerath, Ralph (rm-)

Nach über einem halben Jahr im Lockdown kennen viele Freunde aktiver Freizeitbeschäftigung mittlerweile einen Großteil der regionalen Wanderrouten, Wälder und Parks – oder auch Friedhöfe (ein Geheimtipp).

Es fehlt das sportliche Auspowern mit Mannschaftskameraden und Vereinsmitgliedern sowie die Abwechslung, die nun aber dank sinkender Inzidenzwerte am Horizont aufleuchtet.

Beim Haaner Turnverein (HTV) dürfen dieser Tage Kinder bis 13 Jahren in festen Fünfergruppen unter freiem Himmel kontaktfrei und unter Einhaltung des Abstandsgebots trainieren, berichtet Claudia Bader, sportliche Leiterin des HTV. Das nutzen zum einen die jungen Leichtathleten, aber auch die jungen Handballer, die regelmäßig auf dem Sportplatz ihre Fitness trainieren. „Wir gehen derzeit davon aus, dass der Inzidenzwert bald unter 100 liegt, sodass wir Anfang Juni auch wieder in größeren Gruppen von bis zu 20 Kindern, dann bis 14 Jahren draußen trainieren können.“ Wichtig ist, dass sich die Gruppen nicht vermischen und untereinander einen Abstand von fünf Metern einhalten, betont Bader.

Auch Erwachsene dürften bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wieder in Gruppen bis zu 20 Personen (ohne Altersbegrenzung) kontaktfrei an der frischen Luft trainieren. Aerobic und Fitnesstraining wären dann kein Problem. Dafür bereitet der HTV derzeit Kurse vor dem vereinseigenen Fitnessstudio „Cityfit“ vor.

Gleiches gilt im Übrigen auch für die Fußballvereine der Region. Die Jugendabteilungen dürfen ihre Mini-Kicker in Kleingruppen kontaktfrei trainieren. Wettkämpfe und Turniere sind allerdings noch nicht erlaubt.

Wer jedoch keinem Verein angehört und sich sportlich betätigen will, könnte auch auf dem Unterbacher See wieder Boot fahren. Der See befindet sich bekanntlich auf Düsseldorfer Stadtgebiet, wo dieser Tage dank einer stabilen Inzidenz unter 100, Shopping und Außengastronomie wieder ermöglicht wurden. Benötigt wird zum Bootfahren allerdings ein negativer Schnelltest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder nach Genesung. Tret- und Segelboote dürfen sich Mitglieder aus maximal zwei Haushalten teilen. Abstandsregeln müssen eingehalten und medizinische Masken getragen werden.

Wer es actionreicher mag, hat auch die Möglichkeit, in Langenfeld wieder Wasserski zu fahren oder als erfahrener Bergsteiger im Bochumer Bruch in Wülfrath zu klettern. Ein negativer Coronatest wird weder fürs Klettern noch fürs Wasserskifahren verlangt, allerdings gelten auch hier die allgemeinen Abstands- und Hygieneschutzmaßnahmen.

Für die Wasserskianlage etwa gibt es nur eine limitierte Anzahl an Tickets, die vorab gebucht werden müssen. Auf dem Gelände gilt Maskenpflicht. Die Duschen und Umkleiden sind ebenso wie die hauseigene Gastronomie, der Badebetrieb, die Minirampe, Spielplatz und Grillplätze geschlossen.

Beim Klettern gilt derweil, dass nur Personen desselben Hausstandes oder zwei Personen verschiedener Haushalte gemeinsam klettern dürfen. Auf den Kletterrouten muss ein Mindestabstand von fünf Metern zu anderen Seilschaften eingehalten werden

 Am Unterbacher See ist Boot fahren wieder möglich.

Am Unterbacher See ist Boot fahren wieder möglich.

Foto: dpa/Federico Gambarini
 Im Waldkletterpark in Velbert gilt ein Mindesabstand von fünf Meter.

Im Waldkletterpark in Velbert gilt ein Mindesabstand von fünf Meter.

Foto: Neanderland

. Außerdem rät der Betreiber, bei der Routenwahl im Steinbruch deutlich unter der eigenen Leistungsgrenze zu bleiben. Coronabedingt  seien Rettungseinsätze bei Unfällen nämlich derzeit deutlich schwieriger.

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