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Herbstsynode berät über neue Wege der Seelsorge

Hilden/Haan : Herbstsynode berät über neue Wege der Seelsorge

Rund 90 Abgeordnete aus zehn Kirchengemeinden (Erkrath, Haan, Hilden, Hochdahl, Hösel, Homberg, Linnep, Lintorf-Angermund, Mettmann und Ratingen) schalten sich am Samstag in einer Videokonferenz zusammen.

Seelsorge wird das zentrale Thema der Herbstsynode sein. Gerade in der Corona-Zeit und in Zeiten der Klimakatastrophen wurde sehr deutlich, dass Seelsorge mehr denn je gefragt ist. Andrea Gorres vom Seelsorgereferat des Kirchenkreises Leverkusen wird über verschiedene neue Wege, wie beispielsweise die digitale Seelsorge, referieren.

Pfarrer Jürgen Draht, einer der Koordinatoren der Notfallseelsorge, geht zum 31. Dezember nach rund 25 Jahren in den Ruhestand. Die Notfallseelsorge hatte in diesem ablaufenden Jahr 190 Einsätze. Drahts Nachfolger wird Pfarrer Frank Schulte aus der Kirchengemeinde Ratingen und Skriba des Kirchenkreises. Zum 1. Februar 2022 wird er mit 50 Prozent seiner Pfarrstelle in die Notfallseelsorge wechseln.

Der Regionalrat des Rheinischen Dienstes hatte sich mit Globaler Impfgerechtigkeit beschäftigt und wandte sich auch an die Kreissynodalvorstände der Region Bergisches Land. Bei Zustimmung durch die Synode wird diese die Bundesregierung unter anderem dazu auffordern, rechtliche Möglichkeiten zur weltweiten Nutzung der Patente zu schaffen und zu ermöglichen, dass produktionstechnisches Wissen an Hersteller in der ganzen Welt und den WHO-Covid-19-Technology-Access-Pool weitergegeben wird. Eine weitere Aufforderung ist, sich in Deutschland und auf internationaler Ebene dafür einzusetzen, dass Menschen, die von der öffentlichen Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind – wie Menschen auf der Flucht – einen kostenlosen Zugang zu einer Corona-Schutzimpfung erhalten. Die Synode bittet Kirchenmitglieder, Gemeinden und die Leitung des Kirchenkreises, sich bei Landes- und Bundespolitikern für die Umsetzung aller im Beschluss genannten Forderungen stark zu machen.