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"Helmholtzköpfe": Erfrischende Satire auch in Corona-Zeiten

Helmholtzköpfe : Erfrischende Satire am Helmholtz-Gymnasium auch in Corona-Zeiten

Trotz der coronabedingten Umstände haben es die „Helmholtzköpfe“ des Literaturkurses am Helmholtz-Gymnasium Hilden geschafft, ihr satirisch explosives Programm auf die Bühne zu bringen – ein erstaunlicher Kraftakt.

Um inmitten des Corona-Sommers die Show steigen zu lassen, wurden unter der Leitung von Lehrerin Verena Wilkes viele kreative Ideen gesammelt und intensive Proben durchgeführt. Diese fanden durchgängig mit Masken, teilweise vor dem Bildschirm und unter weiteren extrem erschwerten Bedingungen statt. Der Freude und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler tat dies keinen Abbruch. Sie boten den mehr als 100 Zuschauern eine variantenreiche und spannende Mischung aus eigenen aktuellen Satire-Sketchen und Kurzfilmen.

Bemerkenswert, was der Kurs in diesen Zeiten an choreographierten sowie licht- und soundtechnisch ausgestalteten Gruppenszenen auf die Beine gestellt hat: Alle Arten „nachhaltiger Vermüllungen“ wurden ironisch präsentiert, von der Umweltverschmutzung bis hin zu mentaler und digitaler Vermüllung. Besonderes Highlight war dabei die „Plastik-Event-Watching“-Kreuzfahrt auf hoher See – mit arroganten Luxus-Touristen, die Abfallteppiche statt Eisberge bewunderten. Gesellschaftskritisch und satirisch böse waren auch irre Dealer, die mit verbotenem Einweg-Plastik handelten, der Auftritt der britischen Queen (erheiternd gespielt von Alessandro Aydin), die reizvoll vorgeführten Tücken der Digitalisierung und pointierte Anspielungen auf derzeit fragwürdige Profiteure oder Autokraten.

 Auch der Brexit war Thema des Schülerkabaretts: Hier der Auftritt der Queen.
Auch der Brexit war Thema des Schülerkabaretts: Hier der Auftritt der Queen. Foto: Helmholtzköpfe
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Die immer perfekt kostümierten „Helmholtzköpfe“ sorgten für einen wirklich gelungenen Abend, bei dem viel gelacht und geklatscht wurde. So unterhaltsam es war, so sehr haben die genialen und witzigen Ideen der Schülerinnen und Schüler das Nachdenken über heutige Problematiken initiiert. Das Fazit der Beteiligten fiel dann auch sehr positiv aus. Nico Schön resümiert: „Man hat Vertrauen in sich selber gewonnen, dass man richtig was schaffen kann.“ Ebenso begeistert Jennifer Moor: „Ich werde die Bühne vermissen!“

Und eines haben die Jugendlichen zudem erreicht – zum Beispiel mit ihrem Film voller lustig absurder, ausgefallener Tipps zum Überstehen einer Quarantäne: Sie zeigen, dass sogar die Corona-Krise sehr inspirierend sein kann.