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Helmholtz Hilden ist ein Gigant bei „Jugend forscht“

Regionalentscheid : Helmholtz-Gymnasium Hilden ist ein Gigant bei „Jugend forscht“

Beim Regionalwettbewerb in Düsseldorf hat das Helmholtz-Gymnasium Hilden zehn von 36 Teilnehmern gestellt. Ein Rekord, freut sich Schulleiterin Barbara Krieger. Betreut wurden die jungen Forscher von Katharina Ebell und Bernhard Osterwind (Biologie-AG), Dr. Walther Enßlin (Chemie-AG) und Dr. Johann Pleschinger (Technik-AG).

Marie Schnitzler, Andre Dürrschmidt und Paul Brass (Stufe 9) schickten in ihrem Projekt „Kann das Leben aus dem All kommen?“ Bakterien mit einem Stratosphärenballon in 35 Kilometer Höhe, um deren Überleben unter den Extrembedingungen im All zu testen. In den Laboren der Hildener Biotechnologie-Firma Qiagen wurde dann die Anzahl der überlebenden Bakterien ausgewertet und anhand dieser Ergebnisse die Panspermie-Theorie hinterfragt. Sie besagt, dass einfache Lebensformen mit Meteoriten auf die Erde gelangt sind und so den Grundstein des Lebens auf unserem Planeten darstellten. Die drei Schüler gewannen einen Zweiten Preis in der Kategorien Biologie, sowie einen Sonderförderpreis.

Adelina Gujo (Q1) hat trotz Abiturphase 13 Wochen lang ihr Hobby, Jazz and Modern Dance, zum Projekt gemacht. Die Attitude, eine komplizierte Körperstellung im Ballett, in der man Drehungen macht, sollte höher werden und damit eleganter aussehen. Das von ihr entwickelte und getestete spezielle Trainingsprogramm führte bei den Tänzerinnen zu erheblichen Verbesserungen.

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Laura Werner (EF) wusste, dass Pflanzen bei einem hohen Ton von 5000 Hz besser wachsen. Sie wollte deshalb untersuchen, ob sie auch die Dreiklänge Dur und Moll unterscheiden können. Dabei fand sie heraus, dass die Kresse wie ein Musikliebhaber sich dem Lautsprecher zuwendeten und bei einem Moll-Akkord höher wuchsen. Vielleicht lässt bald in Treibhäusern Trauermusik die Tomaten erröten.

Laurens Jursik und Tom Dombrowski (beide Klasse 8) haben sich in ihrem Projekt mit den Herstellerangaben von Lithium-Ionen-Akkus kritisch auseinandergesetzt. Angeblich benötigen  diese Akkutypen bei längerer Lagerung lediglich einen etwa 60-prozentigen Ladezustand. Sie haben eine Schaltung entwickelt, womit die Stromzufuhr des Ladegerätes nach Erreichen der oben genanntenn Ladekapazität automatisch unterbrochen wird. So könnte man seinen Akku viel länger benutzen. Diese Arbeit wurde mit einem 2. Preis und einem Umwelt Sonderpreis ausgezeichnet.

Elias Marai (Einführungsstufe) hat einen autonomen, vom Mikrocontroller gesteuerten, Linien verfolgenden Roboter konstruiert, der in der Lage ist, von A nach B auf einem beliebigen Weg zu fahren. Vielleicht werden so bald selbststeuernde Autos ihren Weg finden. Elias bekam dafür einen 3. Preis.

 Cornelius Hohnhorst (Klasse 9) hat in seiner Arbeit gezeigt, dass es möglich ist, ein mit einem kleinen Neodymmagneten ausgestattetes Fahrzeug, das auf einer waagerechten Unterlage innerhalb einer Spule ruht, mit einem sehr kurzen und kräftigen Stromstoß so zu beschleunigen, dass es eine Loopingbahn durchfährt. Eine neue Attraktion für die Haaner Kirmes? Cornelius Bemühung wurde von der Jury mit einem Sonderpreis der Stadtwerke Düsseldorf prämiiert.

Alexander Zubov (1. Semester Biologie): Viele Arzneimittel belasten über Abwasser, Kläranlage, Bachwasser und letztlich Grundwasser wieder unser Trinkwasser, da sie in den heutigen Kläranlagen nicht abgebaut werden können. UV-Licht, Strom und Titandioxid reichen schon aus, um das Wasser von den Medikamenten wie Bluthochdruckmittel, Schmerzmittel, zu befreien.

Zwar war der Abbau noch unvollständig, aber das Prinzip konnte experimentell bestätigt werden. Dafür erhielt Alexander Zubov (1. Semester Biologie) den 2. Preis in der Kategorie Chemie. Das Verfahren könnte weiterentwickelt und und als vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen eingesetzt werden.

Ben Eumann (12 Jahret) wies nach, dass Pflanzen Mikroplastik aufnehmen. Dazu stellte er  fluoreszierende Mikroplastik her, die im Fluoreszenzmikroskop sichtbar sind. Die Versuche zeigen die Gefahr für unsere Ernährung auf, wenn Plastik aus der Landwirtschaft letztendlich wieder in unserer Nahrung und eventuell in unserem Körper landet. In welcher Weise diese ungewöhnlich großen, fluoreszierenden Partikel in die Wurzel kommen, ist momentan noch nicht klar und zeigt, wie wenig über diese Gefahr bekannt ist. Er bekam dafür den 2. Platz Chemie in „Schüler experimentieren“.

Jian Cheikh Daoud (Q2) entwickelte und programmierte einen elektronischen Windsensor, um damit Schadstoffquellen in der Luft lokalisieren zu können. Sein riesiges Excel-Programm simuliert die mathematisch unlösbaren Zusammenhänge in sein Sensorsystem. Dafür bekam er den 3. Platz in Physik und den Sonderpreis Qualitätssicherung durch zerstörungsfreie Prüfung.

Abubacarr Ceesay (Stufe 10) befasste sich mit dem Stickstoffdioxid aus den Autoabgasen. Dieses ist äußerst schwer und nur mit kostspieligen Geräten nachzuweisen. Deshalb entwickelte er ein Verfahren, mit dem Tomatenfarbstoff Lycopin über eine radikalische Kettenreaktion das in  äußerst geringen Konzentrationen auftretende – aber trotzdem gesundheitsschädliche – Stickstoffdioxid, nachzuweisen. Bei seinen vielen Versuchen fand er bisher starke Hinweise darauf, dass dieses Verfahren funktionieren könnte. Dafür bekam er den Sonderpreis Umwelt.