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Haan: Heimspiel für Hannelore

Haan : Heimspiel für Hannelore

Hannelore Kraft unterstützte am Freitag bei ihrem Besuch in Haan den SPD-Landtagskandidaten Manfred Krick. Das Familienzentrum Am Bandenfeld und die ehrenamtlichen Helfer unterstützten ihrerseits – nämlich ihre Favoritin.

Hannelore Kraft unterstützte am Freitag bei ihrem Besuch in Haan den SPD-Landtagskandidaten Manfred Krick. Das Familienzentrum Am Bandenfeld und die ehrenamtlichen Helfer unterstützten ihrerseits — nämlich ihre Favoritin.

Die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft machte auf ihrer Wahlkampftour durchs Bergische gestern Station in Haan. Sie besuchte das Awo-Familienzentrum Am Bandenfeld, um sich zusammen mit dem SPD-Landtagskandidaten Manfred Krick über die Arbeit in der Kita, im Nachbarschaftstreff und über die Angebote von Sahle Wohnen zu informieren. Für viele Menschen war die Begegnung etwas Besonderes.

Die Leiterin des Familienzentrums Angelika Bachmann-Blumenrath, wertete den hohen Besuch auch als "Wertschätzung für unsere Arbeit". Alles sei gut vorbereitet gewesen. "Wir haben keine Sondersituation geschaffen", erklärte sie. Einzige Ausnahme: "Der ein oder andere Gast im Seniorentreff verzichtete auf seinen Mittagsschläfchen."

Der Polizist Uwe Elker, Leiter der Mettmanner Wache, war schon früh mit mehreren uniformierten Kollegen am Ort. "Das ist keine Routine für uns", verriet er. Fremde Autokennzeichen, aber auch Personen im Umfeld würden aufmerksam im Auge behalten. Morgens, so war zu hören, hatte ein Bürger einen alten Koffer im Gebüsch gemeldet, der dann überprüft wurde.

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Der Sicherheitsdienst In Zivil wies er alle, die eine Kamera in der Hand hatten, an, keinerlei Bilder beim Ein- oder Aussteigen der Ministerpräsidentin zu machen.

Der Haaner SPD-Vorsitzende Bernd Stracke erinnerte sich genau an Krafts ersten Besuch in der Gartenstadt. "Das war am 3. Mai 2001." Er wisse das Datum aus dem 100. Bestehensjahr der örtlichen SPD deshalb so genau, weil er am nächsten Tag an Windpocken erkrankte, erzählte er später am Mikro. Im März hatte er von dem beabsichtigten Besuch erfahren und musste am Tag danach bereits einen Programmvorschlag beim Kreisparteirat vorlegen.

Der Geschäftsführer des Awo-Kreisverbandes Rainer Bannert, freute sich für das Familienzentrum. Seit 1996 sei Stück für Stück ein Netzwerk im Stadtteil entwickelt worden, das letztlich die ganze Gesellschaft abbilde.

Der Betreuer der Haaner Wohnanlage Torsten Seelig, war stolz darauf, dass die vielen ehrenamtlichen Helfer über ihre Arbeit und Angeboten informieren konnten. Ob Gaby Bongard (IG blinder und sehbehinderter Menschen), Schwimmtrainer Vadim Tsypkin, Taek-won-Do-Trainer Komi Agbopletou, Ilkay Solmaz (Migranten für Migranten), Georgina Wambai Ndegwa (Nachbarschaftstreff), Leseoma Uschi Reiser, Spielfee Kathrin Langein, Sprachförderin Birgit Sasse oder Lernhelferin Ilse Zabori freuten sich über den persönlichen Dank von Hannelore Kraft.

Der Wagen des Eisvertriebs Scharmann Kam aus Hilden und erfreute sich besonderer Beachtung: Als alle Augen an der Parkplatz-Zufahrt die beiden fast identischen gepanzerten schwarzen Audi-Limousinen erwarteten, bog er mit seinem Fahrzeug ein, um mit kühlen Leckereien zu erfrischen.

Der SPD-Ratsherr Jörg Dürr wurde von der NRW-Regierungschefin herzlich umarmt. Als Kraft Europaministerin war, arbeitete sie eng mit Dürr zusammen.

Der Bürgermeister Knut vom Bovert überreichte der Besucherin einen symbolischen Plüschhahn.

Die Autogrammjäger Nicht nur Nathalie (15) und Jessica (11) wollten eine Karte mit Unterschrift. Auch der Polizeibeamte Elmar Graé nutzte die Gunst der Stunde, ein Signum von der Ministerpräsidentin zu ergattern: "Mein Sohn Sascha ist ein absoluter Fan von ihr", erklärte der Oberkommissar, der mit dem Mitbringsel gewiss Punkte beim siebenjährigen Filius machen konnte. Viele Aktive der Haaner Juso-AG ließen sich im T-Shirt mit dem Aufdruck "Möge die Kraft mit dir sein" zusammen mit der Ministerpräsidentin fotografieren.

(RP/rl)