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Hilden/Haan: Handel erwartet Endspurt der Kunden

Hilden/Haan : Handel erwartet Endspurt der Kunden

Die wichtigsten Tage im diesjährigen Weihnachtsgeschäft stehen den Hildener und Haaner Kaufleuten noch bevor.

Wie wär's mit einem neuen Handy unterm Tannenbaum? Oder einem Tablet-PC? Und für die Damen Schmuck in Bicolor-Optik? So manches sportliche Paar gönnt sich aber auch eine neue Ski-Ausrüstung für den nächsten Winterurlaub: Das Weihnachtsgeschäft in Hilden und Haan lief bislang zufriedenstellend. Das berichten Einzelhändler beider Städte in einer kleinen RP-Umfrage. Die meisten rechnen damit, das Ergebnis des Vorjahres zu erreichen. In den umliegenden Städten ist die Stimmung unter den Händlern ganz ähnlich.

Wichtige und umsatzstarke Tage stehen den Kaufleuten in Hilden und Haan jedoch noch bevor: Sie rechnen für heute und morgen, Heiligabend, mit einem Entspurt der Verbraucher. "Für diese Tage gibt es bei uns eine Urlaubssperre", sagt Christoph Nöcker, Inhaber des gleichnamigen Sport-Fachgeschäftes in Haan. Dann sind alle zehn Mitarbeiter und Aushilfen im Stammgeschäft sowie zwei Beschäftigte im Lagerverkauf für Beratung und Verkauf eingespannt.

Nöcker berichtet ebenfalls von einem zufriedenstellenden Weihnachtsgeschäft, "allerdings ist das Wetter noch zu warm". Das schwäche die Nachfrage nach Winterware — ein Effekt, den neben den Sport- auch viele Schuhfachgeschäfte und Textilisten beobachten. Das erzählt Volker Hillebrand, Geschäftsführer des Hildener Stadtmarketings, der sich in den vergangenen Tagen viel mit den Kaufleuten in seiner Stadt unterhalten hat. Auch ihm wurde von mäßig guten Geschäften berichtet, "allerdings hoffen alle, dass Montag und Heiligabend noch eine Schippe draufkommt". Vor allem an das Internet habe der stationäre Einzelhandel Umsatz abgeben müssen. Das sei auch im diesjährigen Weihnachtsgeschäft wieder zu merken: "Beobachten Sie mal, wohin die Paketdienste zurzeit ausliefern. Die fahren die meiste Ware von den Versendern an die Endverbraucher. Bei uns Händlern in den Fußgängerzonen sieht man die Lieferwagen hingegen selten", hat Dagmar Rausch vom gleichnamigen Lichtstudio in Hilden beobachtet. Aus ihrer Sicht haben "die Internetkäufe explosionsartig zugenommen".

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Auch Boris Pintaske, Inhaber des Haaner Juweliergeschäfts Geschw. Schmidt, bezeichnet das Internet als "starken Mitbewerber". Trotzdem freut auch er sich über einen zufriedenstellenden Umsatz: "Es gab zwar deutlich weniger Frequenz, aber wir haben hochwertigere Ware verkauft." Gefragt sei vor allem Gelbgold- und Bicolor-Schmuck. "Und auch bei Brillantschmuck gab es einen ordentlichen Auftrieb", hat Pintaske beobachtet.

Bei Saturn im neuen Itter-Carree in Hilden waren Fernseher, Konsolen, Handys, Tablet-PC und hochwertige Kameras gefragt. Das berichtet Geschäftsleiter Christian Röhrig.

Wie er, so beobachten viele der befragten Kaufleute, "dass die Kunden ihre Weihnachtsgeschenke immer später kaufen." Was auch der Mettmanner Juwelier Andreas Kortenhaus für sein Geschäft bestätigt: "Viele sind mit ihren Einkäufen spät dran." Weil das so ist, öffnet die Wülrfrather Geschäftsfrau Ursula Bast ihren Elektronikfachmarkt zusätzlich an Heiligabend, hoffend, dass sich die beiden Tage noch einmal lohnen.

(RP)