Hilden Gute Stimmung in der Hildener Wirtschaft

Hilden · Die Konjunkturumfrage des Industrievereins, des Stadtmarketing und der CDU-Mittelstandsvereinigung spiegelt Zuversicht wider.

Das Vertrauen der Hildener Unternehmerschaft in die wirtschaftliche Entwicklung in 2013 scheint ungebrochen. Robuste 68 Prozent der Teilnehmer an der Konjunkturumfrage von Industrieverein, Stadtmarketing und CDU-Mittelstandsvereinigung beurteilen die Geschäftsaussichten als gleichbleibend. Diese Einschätzung gehe "quer durch die Bereiche Produktion, Dienstleistung, Handwerk und Handel", stellte Norbert B. Roth, Vorsitzender des Industrievereins, gestern bei der Vorstellung der Umfrage-Ergebnisse fest. Ein Drittel der Handwerksbetriebe, ein Sechstel der Dienstleister und jeder achte produzierende Betrieb geht sogar von steigenden Umsätzen aus.

Das Handwerk ist besonders optimistisch. So hat ein Viertel der Betriebe vor, seine Mitarbeiterzahl zu erhöhen. Das beabsichtigen auch 13 Prozent der produzierenden Unternehmen und sechs Prozent der Dienstleister. Einzig der Handel plant keine Neueinstellungen, ein Fünftel dagegen rechnet mit sinkenden Mitarbeiterzahlen. Die Aussagen zur Mitarbeiter-Entwicklung wertet Detlef Hermann, stellvertretender Vorsitzender des Industrievereins, als positives Signal.

Die Aussage des Jobcenters, wonach die Zahl der offenen Stellen mit 156 Ende Dezember um 54 unter dem Novemberwert lag, relativierte Norbert B. Roth: "Die meisten Betriebe melden ihre Stellen gar nicht an das Jobcenter, sondern nutzen Stellen-Portale im Internet."

Um die gute Auftragslage zu bewältigen, setzten 80 Prozent der Unternehmen auf Mehrarbeit. Die Überstunden vergüte man überwiegend sofort oder gelte sie zeitnah in Freizeit ab. Das sei im Mittelstand üblich, fasste Roth zusammen.

Stadtmarketing-Geschäftsführer Volker Hillebrand berichtete über die Unternehmens-Bewertung für den Standort Hilden. Die Arbeit der Verwaltung wurde mit 2,6 (Vorjahr 2,7) bewertet, die Wirtschaftsförderung erhielt die Note 2,6 (2,6). Die Verkehrssituation bekam eine 3,3 (3,4), die Gewerbesteuer blieb unverändert bei 3,3.

Verbessert hat sich das Urteil über die Arbeit des Stadtrates (3,1 nach 3,2 im Vorjahr). Kultur und Gastronomie wurden unverändert mit 2,7 eingeschätzt. Den größten Sprung machte die Bewertung für das Einzelhandelsangebot – 2,2 nach 2,6 im Vorjahr. "Wir haben in Hilden immer noch einen Platz an der Sonne", fasste Norbert B. Roth zusammen. Arbeitslosenquote und die Zahl der Ausbildungsplätze seien "wirklich hervorragend".

(RP)
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