Haan: Gruiten hat Chancen auf Bahnhofsumbau

Haan : Gruiten hat Chancen auf Bahnhofsumbau

Der Verkehrsverbund bewertet die Anbindung von zwei Bahnsteigen positiver als die nur eines.

Mit dem neuen Vorschlag von SPD und Bürger- und Verkehrsverein (BVV) zum barrierefreien Umbau des Bahnhofes hat Gruiten jetzt nach Auskunft des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) bessere Chancen, doch noch in die Modernisierungsoffensive der Deutschen Bahn zu kommen.

Das teilte Andreas Runge vom VRR den Mitgliedern des Haaner Verkehrsausschusses bei ihrer gestrigen Sitzung mit. "Bislang ist der Gruitener Bahnhof nicht unter den Top Ten unserer Prioritätenliste", sagte er.

Bisher habe man der Entscheidung aber die vor Jahren von der Stadt Haan eingereichte Variante zugrunde gelegt, bei der vom Parkplatz lediglich der S-Bahn-Steig mit seinen knapp 2000 Fahrgästen pro Tag angeschlossen werden sollte. Der neue Vorschlag sieht eine Anbindung beider Bahnsteige — also auch den des Regionalverkehrs — vor, wodurch über 3000 Reisende täglich in den Genuss eines barrierefreien Zugangs kämen.

Die Zeit drängt nun, denn die Entscheidung, welche der 120 Projekte der Nachrückerliste nun von der Bahn noch umgesetzt werden, soll in Kürze gefällt werden. Dann muss der Landtag noch zustimmen, so Runge. "Je mehr Fahrgäste betroffen sind, desto positiver wird ein Projekt bewertet." Und würde Gruiten berücksichtigt, wäre die Stadt fein raus. Denn bei den Projekten der Modernisierungsoffensive übernehme die Deutsche Bahn die Gesamtkosten und nicht nur einen Förderanteil von 90 Prozent, wie bei den Projekten der Städtebauförderung.

Daher war Eile angesagt in der gestrigen Sitzung. Politiker und Bauverwaltung wollten vom VRR wissen, was zu tun sei, um noch mit dem veränderten Bahnhofsumbau berücksichtigt zu werden. Die Ausschussmitglieder beauftragten schließlich die Verwaltung, die nötigen Grobpläne zu erstellen und beim VRR einzureichen. Die nächste Sitzung der Verkehrsverbünde sei für Oktober vorgesehen, kündigte Runge an.

(RP)