Kreis Mettmann: Grüne lehnen neuen Regionalplan ab

Kreis Mettmann: Grüne lehnen neuen Regionalplan ab

Die Fraktion ist vor allem gegen die zunehmende Versiegelung von Flächen auf der grünen Wiese.

Sieben Jahre lang ist der neue Regionalplan für die Region Düsseldorf erarbeitet worden. Jetzt wurde er vom Regionalrat beschlossen. Er legt fest, welche Freiräume erhalten, wo Flächen für Wohnen und Arbeiten geschaffen oder die Infrastruktur (aus)gebaut werden. Bürger, Unternehmen oder die Natur - alle haben berechtigte Flächenansprüche, häufig konkurrieren sie auch miteinander.

Der Regionalplan soll diese Ansprüche verantwortlich miteinander koordinieren. Das ist aus Sicht der Grünen nicht gelungen. Deshalb lehnen sie den neuen Regionalplan ab, erläutert Fraktionsvorsitzender Manfred Krause: "Im Laufe des rund siebenjährigen Planungsprozesses haben sich CDU, SPD und FDP vom Leitbild einer nachhaltigen Raum- und Siedlungsentwicklung entfernt." Die Grünen hätten versucht, dem Freiraumschutz mehr Gewicht zu verleihen und neuen Flächenausweisungen auf der grünen Wiese entgegenzuwirken. Als besonders kritisch werten die Grünen die Ausweisung neuer großflächiger Gewerbegebiete im Raum Krefeld/Meerbusch an der A 44, Mönchengladbach/Viersen (GIB Mackenstein), in Solingen (Buschfeld) und Langenfeld (Knipp-rather Straße) sowie die Ausweisung des Standortes "Kleine Höhe" in Wuppertal für eine Strafanstalt.

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Zudem seien die ursprünglichen Vorgaben zur Erhaltung zusammenhängender Freiraumbänder sowie zum Ausschluss des Fracking gegen den Widerstand der Grünen-Fraktion gestrichen worden.

(cis)