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Hilden: Große Liebe: Hilden und die Unicef-Gala

Hilden : Große Liebe: Hilden und die Unicef-Gala

Die Erfolgsgeschichte der Gala kann fortgeschrieben werden: Martin Zielke vom Vorstand der Commerzbank kündigte an, das Event weiter zu unterstützen. Wegen des Schnees hatten die Stars teilweise eine abenteuerliche Anreise.

Mit einem wunderbar selbstironischen Quintett haben es die Opernstars, die bei der 31. Unicef-Gala auf der Bühne standen, geschafft, bei ihrem Auftritt für lautes Gelächter zu sorgen: Tenor Eduardo Villa versuchte, "O sole mio" zu singen — woran ihn vier trällernde Damen erfolgreich hinderten, indem sie ihm dazwischen sangen und sich abwechselnd in den Vordergrund spielten. Ganz die Diven, eben. Das war Höhepunkt und Abschluss des festlichen Abends in der Stadthalle, die erneut an zwei Tagen ausgebucht war. Dass die jeweils 1400 Gäste die Musiker und Sänger aber überhaupt bewundern konnten, lag im Organisationstalent der Veranstalter: Das Schneetreiben von Freitag hatte nämlich dazu geführt, dass die "beiden Flughäfen von Hilden, also Düsseldorf und Köln" (O-Ton Moderator Heribert Klein) zeitweise geschlossen waren. So mancher flog deshalb über Münster ein und musste abgeholt werden. Apropos abgeholt: Gleich einen ganzen Bus als Shuttle hatte Elke Thiele, Ehefrau des Bürgermeisters Horst Thiele, organisiert, um Teile der Truppe am Treffpunkt in Düsseldorf abzuholen. "Es war unglaublich laut und lustig", sagte sie am Rande der Gala. Da hatte es der Knabenchor Hösel aus dem nahen Ratingen, der das Programm eröffnete, etwas einfacher.

Immerhin, sie waren alle rechtzeitig angekommen und konnten sich auf ihr Publikum verlassen: Viele Sänger sind schon seit Jahren bei der Gala für Unicef dabei, und die Zuschauer dankten stets mit langem Applaus. Mehr noch: In Hilden gehört es sich, dass das Publikum nach jeder Einlage, ohne Ausnahme, zum Klatschen aufsteht wie ein Mann. Hinter den Kulissen werden immer Wetten darüber abgeschlossen, wer die meisten standing ovations bekommt, die Autorin dieser Zeilen hat das Zählen nach der Hälfte des Programms aufgegeben. Ein Programm, das erneut von seiner Qualität lebte: Große Stimmen aus Musical und Oper (etwa John Owen-Johns und Anke Krabbe) trafen auf Showstars wie Andy Frost aus England und die Girl-Group Appassionante aus Italien, alle Könner ihres Fachs. Heribert Klein, Erfinder der Gala und Sprecher der Commerzbank, führte unterhaltsam durch den Abend.

Der wurde abgerundet von dem Versprechen, die Gala weiter in Hilden zu halten. Martin Zielke vom Commerzbank-Vorstand, Maria von Welser von Unicef und Bürgermeister Thiele gaben es gemeinsam.

(RP)