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Gesundheitsamt verschärft Quarantäne-Regeln im Kreis Mettmann

Wegen der steigenden Corona-Zahlen : Gesundheitsamt verschärft Quarantäne-Regeln

Da in vielen Fällen die Getesteten das Ergebnis früher als das Gesundheitsamt erfahren, müssen sie sich ab Mittwoch eigenständig in Quarantäne begeben. Das gilt auch für Menschen, die wegen Krankheitssymptomen auf das Coronavirus getestet werden.

Die steigende Zahl von Corona-Fällen und die immer unübersichtlichere Situation haben den Kreis dazu veranlasst, die Quarantäne-Vorgaben zu verschärfen. Ab diesem Mittwoch muss sich jeder, der wegen Krankheitssymptomen auf das Coronavirus getestet wird, unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Dort bleibt er, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

„Positiv auf das Coronavirus getestete Personen haben sich ab Bekanntwerden des Testergebnisses in häusliche Quarantäne zu begeben. Wenn keine Krankheitssymptome vorliegen oder während der Quarantäne auftreten, endet die Quarantäne zehn Tage nach der Testung“, erklärt Kreissprecherin Daniela Hitzemann. Bei Auftreten von Krankheitssymptomen verlängere sich die Quarantäne, bis die Symptome über einen nicht unterbrochenen Zeitraum von 48 Stunden nicht mehr vorliegen.

Für Haushaltsangehörige wird ab dem gleichen Zeitpunkt eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet. Ein negatives Testergebnis führt nicht zur Verkürzung der Quarantäne.

„Die Allgemeinverfügung regelt ferner für wenige Bereiche mögliche Ausnahmen. Zum Beispiel kann das Gesundheitsamt für Personal kritischer Infrastrukturen unter besonderen Voraussetzungen Ausnahmen zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit zulassen, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen“, so Hitzemann weiter. Infizierte und deren Haushaltsangehörige sind demnach außerdem verpflichtet, sich unverzüglich beim Gesundheitsamt zu melden. Die Formulare (Meldung eines positiven Tests, Meldung von Kontaktpersonen) finden sich auf Internetseite des Kreises www.sonderlage-kreis-mettmann.de.

Die Quarantäne-Anordnungen wurden bisher in jedem Einzelfall getroffen, sobald dem Gesundheitsamt die entsprechenden Laborergebnisse vorlagen und die nötigen Daten zur Kontaktaufnahme ermittelt werden konnten. „Inzwischen erhalten positiv auf Corona getestete Personen häufig die Ergebnisse des Tests früher als das Gesundheitsamt“, so Hitzemann. „Eine Verzögerung bei der erforderlichen Isolierung dieser Personen und der mit ihnen in einem Haushalt lebenden Personen ist aber nicht hinnehmbar, sodass die Anordnung nun bereits mit der Allgemeinverfügung erfolgt. Dies gilt auch für symptomatische Personen bis zur Abklärung einer möglichen Infizierung.“

Der Text der Allgemeinverfügung ist auf der Homepage des Kreises Mettmann abrufbar.