Geduldsprobe für Autofahrer in Hilden und Haan

Chaos im Berufsverkehr : Geduldsprobe für Autofahrer in Hilden und Haan

Unfälle auf der A46 führen am Dienstag zu Chaos im Berufsverkehr. Entspannung ist nicht in Sicht: A3 wird teilweise gesperrt.

Nach Unfällen auf der A46 ist es am Dienstagmorgen auch auf den Ausweichrouten durch Haan und Hilden zu langen Staus im Berufsverkehr gekommen. Gegen 5.30 Uhr ereignete sich im Kreuz Hilden in Fahrtrichtung Düsseldorf ein Unfall, an dem ein Motorradfahrer und ein Auto beteiligt waren. Kurz danach krachten im Bereich der Auffahrt Erkrath vier Autos ineinander. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich auf einer Länge von zehn Kilometern. Viele Autofahrer, die von Wuppertal aus nach Düsseldorf mussten, wurden durch Haan und Hilden geschickt. Das führte im ohnehin schon angespannten Berufsverkehr zu teilweise chaotischen Verhältnissen.

Zu einer weiteren verschärften Verkehrssituation kommt es ab Freitag auf der A3 zwischen Solingen und dem Kreuz Hilden. Dort finden erweiterte Arbeiten auf mehreren Kilometern statt. Wegen des Einsatzes von Großgeräten und Transportern muss für einen Zeitraum von geplant sechs Tagen die Verkehrsführung auf der A3 rund um die Uhr um einen Fahrstreifen je Fahrtrichtung reduziert werden, teilte der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW mit und verspricht zugleich, die Dauer der Einschränkungen so kurz wie möglich zu halten.

Die neue Verkehrsführung wird am Freitag, 17. Januar, 21 Uhr, eingerichtet und dauert voraussichtlich bis Donnerstag, 23. Januar, 5 Uhr. In diesem Zeitraum sind zusätzlich im Autobahnkreuz Hilden die Verbindungen von der A46 auf die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt gesperrt. Wegen der großen Staugefahr sind Umleitungen über die A59 und A542 ausgeschildert.

Die in diesem Zeitraum vorgesehenen Arbeiten sind Voraussetzung für die weiteren Sanierungsarbeiten der A3 in diesem Abschnitt, erklärte Straßen NRW weiter. Es müssten verschiedene Teile der Verkehrsanlagen erneuert und neu gebaut werden. Dazu zähle unter anderem die Autobahnentwässerung, die Standspur und Schutzeinrichtungen. Des Weiteren werde zusätzlicher Raum für das Errichten von Nothaltebuchten, Wegweisern und Verkehrsbeeinflussungsanlagen sowie für das Verlegen von notwendigen Leitungen benötigt. Dafür sind Rodungsarbeiten notwendig, die noch vor der ab März beginnenden Nist- und Brutzeit erfolgen müssen. „Die Rodungsarbeiten wurden im Vorfeld mit den Umwelt- und Naturschutzbehörden abgestimmt“, erklärte ein Straßen-NRW-Sprecher.

Darüber hinaus werde am Samstag, 18. Januar, die Anschlussstelle Solingen in Fahrtrichtung Frankfurt für Gehölzpflegearbeiten mit einem Spezialgerät gesperrt. Von 7 bis 18 Uhr ist die Auf- und Abfahrt hier nicht möglich. Der Verkehr wird mit rotem Punkt über die Anschlussstelle Immigrath der A542 umgeleitet, hieß es weiter.