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Für die Rechte der Patienten im Hildener Krankenhaus

Hilden : Für die Rechte der Patienten im Krankenhaus

Reinhild Naumann und Christiane Ingendorn-Dolhaine sind neue Patientenfürsprecherinnen im katholischen St. Josefs Krankenhaus Hilden der Kplus-Gruppe.

Schon jetzt kann sich ihr Engagement für Mitmenschen sehen lassen. Reinhild Naumann und Christiane Ingendorn-Dolhaine, die neuen Patientenfürsprecherinnen im Hildener Krankenhaus, haben sich auch vorher für Senioren oder in der Palliativbewegung eingesetzt.

So leitete Christiane Ingendorn-Dolhaine bislang die Verwaltung der Hospizbewegung Hilden, ist zudem ausgebildete Trauerbegleiterin für den Verein. Reinhild Naumann engagierte sich als ausgebildete Seniorenbegleiterin für die Seniorinnen und Senioren in ihrer Gemeinde, arbeitete in Gesprächskreisen mit.

Beide sehen in ihrer neuen Tätigkeit eine überaus sinnvolle Aufgabe. „Ich habe selber einmal hier im Krankenhaus gelegen, auch wenn das ein angenehmer Aufenthalt war, braucht man doch hin und wieder Hilfe von außen“, sagt Reinhild Naumann.

„Ein bisschen Halt geben“, möchte auch Christiane Ingendorn-Dolhaine. „Als Patientin und Patient braucht man Menschen, die sich um einen kümmern“, weiß sie.

Besonders alleinstehende Patientinnen und Patienten würden die Hilfe der ehrenamtlich tätigen Patientenfürsprecherinnen sehr schätzen, beschreibt Reinhild Naumann ihre ersten Erfahrungen. Die 67-Jährige Mutter zweier erwachsener Söhne ist schon ein paar Monate länger im Hildener Krankenhaus als ihre Kollegin.

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Auch Christiane Ingendorn-Dolhaine kann sich ein Leben ohne Ehrenamt nicht vorstellen. Drei Kinder und ihr Mann hätten sie bei der Entscheidung unterstützt. Wohl auch, weil der christliche Gedanke in der Familie eine Rolle spielt. Die 56-Jährige ist neben der Palliativarbeit auch in ihrer Gemeinde St. Jacobus engagiert.

„Patientenfürsprecher ist ein schönes, aber mitunter auch ein anstrengendes Ehrenamt“, weiß Andreas Steinhauer. Der Kaufmännische Leiter im St. Josefs Krankenhaus Hilden weiter: „Umso dankbarer sind wir für die vielen, vielen Jahre, die Elisabeth Knisch und Heide Wulff es ausgefüllt haben“ erinnert sich Steinhauer.

Jeden Montag von 10 bis 13 Uhr sind Reinhild Naumann und Christiane Ingendorn-Dolhaine vor Ort, aber auch telefonisch, per Brief oder E-Mail zu erreichen. Dabei ist die Bandbreite der Themen, die sie erwarten, erfahrungsgemäß vielfältig: Laute Bettnachbarn, Wartezeiten und Verschiebungen von Untersuchungen und Operationen, das Essen, zeitlicher Druck bei Ärzten und Pflegekräften, Bürokratie sind nur einige Probleme, mit denen sie sich zukünftig beschäftigen werden. Was sie selbst nicht (er-)klären können, besprechen die beiden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den jeweiligen Stationen oder mit den Chefärzten oder dem Direktorium als Leitungsgremium des Hauses.

Reinhild Naumann und Christiane Ingendorn-Dolhaine erstes Fazit nach kurzer Zeit: „Hier herrscht ein offener, aber immer respektvoller Umgang – auch bei Kritik.“