1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

Fritz Manke GmbH zieht von Düsseldorf nach Hilden

Hilden : Brandschutz-Experte investiert in Hilden

Die städtische Wirtschaftsförderung konnte die Bauvoranfrage der Firma aus Düsseldorf kurzfristig im Hildener Rathaus abstimmen. So konnte der Betrieb in Düsseldorf seine Kündigungsfrist einhalten.

Guter Brandschutz und Sicherheitstechnik können Leben retten. In Hilden gibt es seit März 2020 gleich zwei mittelständische Unternehmen, die sich auf dieses Metier spezialisiert haben: Neben der Hermann Weber Feuerlöscher GmbH an der Herderstraße hat sich nun auch die Fritz Manke GmbH aus Düsseldorf in Hilden niedergelassen.

„Die Region ist groß genug für beide Firmen“, ist Geschäftsführerin Tanja Küpper-Schlotmann überzeugt. Sie freut sich, dass sie im Hildener Westen (In den Weiden 11) ein passendes Kaufobjekt gefunden hat, das Potential für Wachstum bietet.

118 Jahre hatte das Familienunternehmen in fünfter Generation seinen Firmensitz in Düsseldorf. Die Fritz Manke GmbH verkauft ganzheitlichen Brandschutz und Sicherheitstechnik sowohl an Firmen als auch an Privatpersonen. Ein Kunde ist beispielsweise die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf. Neben diesem Kerngeschäft betreibt das Unternehmen eine Akademie mit Weiterbildungen zu den Themen Sicherheit, Gesundheit, Digitale Transformation und Management.

„In Hilden möchte die Firma nun neue Wurzeln schlagen und wachsen“, freut sich der städtische Wirtschaftsförderer Christian Schwenger. Rund eine Millionen Euro investierte die Fritz Manke GmbH für Kauf und Modernisierung. Auf dem Gelände ist unter anderem ein so genanntes „Kompetenzzentrum“ mit vier klimatisierten Tagungs- und Veranstaltungsräumen sowie Platz für bis zu 80 Personen entstanden. Diese können auch von Externen gemietet werden.

„Aufgrund der Umweltspur war unser Unternehmensstandort in Düsseldorf für viele Monteure nicht mehr gut erreichbar“, erklärt Geschäftsführerin Tanja Küpper-Schlotmann. „Außerdem wollten wir gerne in Eigentum investieren.“

Dass die Umsiedlung so schnell gelang, lag an zwei Faktoren: Punkt eins waren die Bauvoranfragen. „Wir haben uns mit der Bitte um Unterstützung an die Wirtschaftsförderung der Stadt Hilden gewandt und sofort Hilfe erhalten“, berichtet Tanja Küpper-Schlotmann. „Herr Schwenger und sein Team haben unsere Anfrage kurzfristig innerhalb der Verwaltung abgestimmt, sodass wir unsere Kündigungsfrist in Düsseldorf einhalten konnten.“

Die zweite Herausforderung sei der Umzug selbst gewesen. Weil aufgrund der damals gerade neuen Regeln zum Infektionsschutz kein Umzugsunternehmen zur Verfügung stand, haben die Mitarbeiter sowie Familienangehörige mit angepackt und den Umzug in Eigenregie geschafft.

„Trotz Corona sind Pessimismus und Mitarbeiterabbau für uns glücklicherweise kein Thema“, berichtet Tanja Küpper-Schlotmann, die seit 2017 zusammen mit Jens Flatho und Michaela Peiffer das Unternehmen leitet. „Meine bisherigen Wegbegleiter haben immer gesagt: ‚In der Krise musst du die Aktivitäten verdoppeln.‘ An dieses Motto haben wir uns gehalten.“

Das Unternehmen hat den Aufwand im Vertrieb deutlich erhöht, Kunden kontaktiert und zum Beispiel Wartungen vorgezogen. Tanja Küpper-Schlotmann ist optimistisch: „Zurzeit bringt jeder Tag etwas Neues. An dem einen wird ein Auftrag abgesagt und tags darauf kommt ein noch viel größerer rein!“