Hilden: Ford-Carsharing ist einziger Anbieter

Hilden: Ford-Carsharing ist einziger Anbieter

Neben Schiefer-Automobile Auf dem Sand und dem S-Bahnhof Hilden ist ein dritter Standort am Mühlenhof geplant.

Carsharing wird immer beliebter. Inzwischen sind mehr als 2,1 Millionen Kunden bei 165 Anbietern registriert, teilt der Bundesverband Carsharing mit. Nach dem Rückzug von DriveNow gibt es in Hilden nur noch einen Anbieter: Ford-Carsharing über die Deutsche Bahn-Tochter Flinkster. "Wir wollen das Angebot ausbauen", berichtet Christian Eidam, Markenverantwortlicher bei Schiefer Automobile. Ein Fahrzeug steht am S-Bahnhof Hilden (auf dem Park-and-Ride-Parkplatz), ein zweites vor Schiefer Automobile Auf dem Sand 28.

Ein drittes soll in Kürze auf dem Parkplatz Mühlenhof stationiert werden - für Kunden aus der Innenstadt. Die Stadt stellt den Parkplatz kostenfrei zur Verfügung. "Wir sind froh, dass es überhaupt einen Car-sharing-Anbieter in Hilden gibt", betont Christian Schwenger von der städtischen Wirtschaftsförderung: "Und Flinkster ist bundesweit vertreten." Carsharing ist praktisch: Nutzer müssen sich weder um TÜV, Versicherung noch Inspektion kümmern.

Meist parken sie kostenfrei und müssen auch nicht selbst tanken. Wer nicht ständig auf ein Auto angewiesen ist und weniger als 10.000 Kilometer im Jahr fährt, kann mit Carsharing sparen. Vergleichsrechner gibt es im Internet. Carsharing lässt sich gut mit dem öffentlichen Nahverkehr kombinieren. In Düsseldorf sind 50 Prozent der bisherigen Carsharing-Nutzer auch Abonnenten der Rheinbahn. Es gibt Autos ohne feste Stationen. Sie lassen sich mit dem Smartphone oder einer Kundenkarte öffnen.

Der Kunde kann sie dort abstellen, wo er mag - es muss aber noch im definierten "Geschäftsgebiet" sein, sonst wird es teuer. Für planbare Hin- und Rückfahrten mit Aufenthaltszeit sind Anbieter mit festen Stationen günstiger. Zu diesen Anbietern gehört Ford-Carsharing in Hilden. Kunden müssen die Fahrzeuge wieder zu den Stationen zurückbringen. Das kann auch Nachteile haben, hat Jörg Fleischer festgestellt. Der Hildener war DriveNow-Kunde: "Die Stadt hatte dem Unternehmen einen Abstellplatz im Gewerbegebiet Max-Volmer-Straße zugewiesen.

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Der war ständig belegt - und von meiner Wohnung im Hildener Osten aus schlecht zu erreichen." Möglicherweise habe beides dazu beigetragen, dass DriveNow in Hilden so wenig genutzt wurde, glaubt Fleischer. "Unter ein Prozent" der Kunden hätten DriveNow in Hilden genutzt, sagte eine Unternehmenssprecherin. Christian Schwenger von der städtischen Wirtschaftsförderung kann die Kritik nachvollziehen: "Diesen Abstellplatz gibt es inzwischen nicht mehr.

Unsere Idee war damals: Mehrere Nutzer teilen sich einen Parkplatz. Damit wollten wir Parkplätze einsparen. Carsharing funktioniert nur, wenn das Auto mehrfach am Tag bewegt wird." Das könnte er sich bei dem neuen, geplanten Abstellplatz am Mühlenhof am Rand der Innenstadt und in der Nähe des St.-Josefs-Krankenhauses und des Gewerbegebiets Itterpark gut vorstellen. Ein Kleinwagen sei schon für 2,55 Euro brutto die Stunde zu haben, sagt Christian Eidam: "Wir haben inzwischen schon Stammkunden, aber auch Durchreisende, die uns über Flinkster buchen.

Es werden immer mehr."

(cis)