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Hilden: Förderraum wird verschönert

Hilden : Förderraum wird verschönert

Die Elterninitiative der Astrid-Lindgren-Schule nutzt die Osterferien, um den tristen Spiel- und Betreuungsraum zu renovieren. Das "Taka-Tuka-Land" bekommt einen bunten Anstrich und neue Möbel. Die Einweihung folgt im Juni.

Von der Wand gegenüber der Tür lacht Pippi Langstrumpf frech den Ankommenden entgegen. Mit ihren zwei feuerroten Zöpfen und einer pinkfarbenen Blume im Haar liegt sie in einem Liegestuhl unter einer Palme. Links daneben steht in großen Lettern "Taka-Tuka-Land".

Während der Osterferien renovieren Mitglieder des Fördervereins der Astrid-Lindgren-Schule sowie Andrea Lehmann, kommissarische Schulleiterin, für rund 4000 Euro den Spiel- und Betreuungsraum am Ende des Schulhofs und ersetzen das alte Inventar durch neue helle Möbel. "Hier können die Grundschüler, die erst gegen 14 Uhr abgeholt werden, nach dem Unterricht Hausaufgaben machen, lesen und spielen", erläutert Andrea Lehmann die Funktion des Raums. Rund 30 Kinder nutzen das Angebot regelmäßig.

Bunter Raum zum Wohlfühlen

Doch der Raum ist in die Jahre gekommen – die Wände sind in einem schmuddeligen Ockergelb, die Decke mittlerweile grau. Deshalb haben die Eltern entschieden, den Raum jetzt farbenfroher zu gestalten. "Hier sollen sich die Kinder wohlfühlen", sagt Anja Hartmann, Vorsitzende des Fördervereins. Nach und nach erstrahlen die Wände nun in einem freundlichen Mintgrün, die Tür wird leuchtend blau. Rund 20 Eltern helfen mit.

Vor das bunte Wandgemälde, das der ehemalige Lindgren-Schüler Chris Höft mit zwei Freunden an die hintere Wand gesprayt hat, soll von einem Schreiner ein Podest errichtet werden. "Es wird aus kleineren Kommoden bestehen, auf die eine große Holzplatte aufgesetzt wird", erläutert Andrea Lehmann. "In den vielen Schubladen wird dann das zahlreiche Spielzeug wie etwa Bausteine und Brettspiele untergebracht." Darüber hinaus werde ein neuer großer Tisch anschafft, an dem bis zu zehn Kinder ihre Hausaufgaben machen können. Zusätzlich können die Schüler hier einmal in der Woche Bücher ausleihen. Denn im Betreuungsraum befindet sich eine kleine Schulbücherei.

Ein zweites Zuhause

Jutta Gitschel streicht mit einer großen Farbrolle eine Wand mintgrün. Ihre zwei Söhne Jona (8) und Nils (10) nutzen täglich den Aufenthaltsraum. "Für sie ist der Raum wie ein zweites Zuhause", sagt die 45-Jährige. "Hier sind sie mit anderen Kindern zusammen, können draußen spielen und machen ihre Hausaufgaben."

Der Betreuungsraum soll zwar bis zum Ende der Woche vollständig renoviert sein, eine offizielle Einweihung wird es jedoch erst im Juni geben. "Vorher wollen wir noch den Schulgarten verschönern, das Hochbeet verlängern und die aufgestellten Holzkübel bepflanzen", sagt Andrea Lehmann. "Dafür müsste aber endlich von der Stadt die alte Tanne vor dem Betreuungsraum gefällt werden."

(RP)