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Flüchtlinge werden vorerst doch nicht auf Corona getestet

Hilden : Flüchtlinge werden vorerst doch nicht auf Corona getestet

Der Fall an Herderstraße gilt nicht als Ausbruch. Daher greifen nicht die Routinemaßnahmen wie ein Reihentest. Die Flüchtlinge bleiben vorerst für 14 Tage in Quarantäne. Kreis und Stadt stehen aber im Dialog.

(tobi) Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft an der Herderstraße werden vorerst doch nicht alle auf das Coronavirus getestet. Das erklärte Kreissprecherin Daniela Hitzemann: „Anders als zuvor in Mettmann gilt der Fall in Hilden nicht als Ausbruch. In Mettmann waren mehrere Bewohner betroffen, in Hilden nur einer.“ Wie genau jetzt weiter vorgegangen wird, besprechen Stadt und Kreis momentan, erklärte Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings.

Für die Hildener Flüchtlinge bedeutet das: Erst einmal warten. Denn sie stehen unter Quarantäne und werden zunächst so lange nicht getestet, bis sie Symptome zeigen. In der Unterkunft an der Herderstraße leben momentan 48 Menschen. Sie werden laut Stadt morgens, mittags und abends verpflegt, anfangs

von Feuerwehr und DRK, inzwischen durch einen privaten Anbieter. „Persönliche Einkäufe können von Bekannten und Freunden von außerhalb der Einrichtung beim Security-Dienst am Eingangstor abgegeben werden. Darüber hinaus haben sich Ehrenamtliche der Pfarrgemeinde St. Jacobus und der Marokkanischen Moscheegemeinde für

Einkäufe angeboten“, erklärt Birgit Alkenings weiter. Gegen die Langeweile hat der Kinderschutzbund Hilden sowohl Bücher als auch Spiele zur Verfügung gestellt. „Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der Stadt beraten die Flüchtlinge in einem mit einem Plexiglasschutz ausgestatteten Raum. Dieses Angebot wird derzeit besonders stark angenommen“, so die Bürgermeisterin. Damit sich die Bewohner auch außerhalb ihrer Zimmer, in den Fluren und auf dem Außengelände der Einrichtung die Beine vertreten können, hätten sowohl die Pfarrgemeinde als auch der Rotary-Club Masken gespendet.