Feuerwehr-Ehrenkreuz für Bernhard Janeck

Verbandstag der Feuerwehren im Kreis : Feuerwehr-Ehrenkreuz für Bernhard Janeck

Es war der emotionelle Höhepunkt beim Verbandstag der Feuerwehren im Kreis Mettmann: Bezirksbrandmeister Klaus-Thomas Riedel hat den ehemaligen Leiter der Hildener Feuerwehr, Bernhard Janeck, mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Riedel drückte Janeck ganz fest. Alle waren aufgestanden und klatschten. Und so mancher hatte feuchte Augen.

Am 14. September 2014 geriet gegen 2 Uhr eine Lagerhalle an der Herderstraßein Hilden in Brand. Es wurde die schlimmste Katastrophe der Hildener Feuerwehr in ihrer fast 150-jährigen Geschichte. Janeck und zwei Kameraden wurden bei einer Durchzündung schwer verbrannt. Mehr als 240 Retter aus der ganzen Region waren im Einsatz. Erst dreieinhalb Tage später waren die Flammen gelöscht.

Viele Hildener zeigten ihr Mitgefühl mit den drei Schwerverletzten. Sie überlebten und wurden wieder gesund. „Die Anteilnahme und der Rückhalt der Bevölkerung haben uns in diesen schweren Stunden Kraft und Stärke gegeben“, schrieb die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite.

Janeck schied auf Rat seiner Ärzte vorzeitig aus dem Dienst aus. Aber er ist der Feuerwehr bis heute verbunden. „Er hat seine Lebensfreude nie verloren“, würdigt ihn der Kreisfeuerwehrband Mettmann: „Er gibt uns allen Mut und Hoffnung.“

Mit 12.556 Alarmierungen hat die Feuerwehr im Kreis Mettmann im vergangenen Jahr die Marke von 10.000 Einsätzen erstmals überschritten. Das berichtete Landrat Thomas Hendele.

Das Jahr 2018 war geprägt von Unwettern und langer Trockenheit. Die Einsätze der Feuerwehren seien von 9375 um 33 Prozent auf 12.566, die Einsätze des Rettungsdienstes von 82.464 auf 89.835 angestiegen, erläuterte Kreisbrandmeister Torsten Schams.

Auch die Mitgliederzahl im Kreisfeuerwehrverband ist mit 2932 Angehörigen auf einem neuen Höchststand. Dazu gehören alle Feuerwehren, Werkfeuerwehren, die Kinder- und Jugendfeuerwehren sowie die Ehrenabteilungen und Unterstützungsabteilungen. Der größte Zuwachs lag im vergangenen Jahr im Bereich der hauptamtlichen Kräfte. Im ehrenamtlichen Bereich war dagegen nur eine geringe Steigerung der Einsatzkräfte zu verzeichnen.

Wichtiges Gesprächsthema war auch der Neubau der Kreisleitstelle in der Stadt Mettmann. Mit einem Kostenvolumen von 29 Millionen Euro ist es das größte Bauprojekt des Kreises seit dessen Bestehen. Die Arbeiten haben begonnen.

Für den 23. Mai ist bereits die Grundsteinlegung geplant. Untergebracht werden im Neubau die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei. Außerdem das seit Januar dieses Jahres in den Dienst gestellte sechste Notarzteinsatzfahrzeug sowie ein Ausbildungs- und Übungszentrum für die Feuerwehren mit Atemschutzübungsanlage und Wärmegewöhnungsanlage. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2021 zu erwarten.

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