Feuerwehr: Dutzende Sturm-Einsätze in Hilden und Haan

Hilden/Haan : Feuerwehr: Dutzende Sturm-Einsätze in Hilden und Haan

Die große Katastrophe blieb aus – doch der Sturm hatte Samstag und heute auch Hilden und Haan fest im Griff.

Nahezu pausenlos im Einsatz gewesen, und doch vermutlich mit einem blauen Auge davongekommen – so fällt die vorläufige Bilanz der Feuerwehren in Hilden und Haan an diesem stürmischen Wochenende aus.

Bis zum Sonntagabend hatten die Wehrleute in der Itterstadt um die 30 Einsätze gefahren – allesamt Schäden durch Astbruch oder umgestürzte Bäume.

„Unseres Wissens ist niemand verletzt worden“, hieß es auf Anfrage. Dennoch waren 56 Einsatzkräfte unermüdlich unterwegs – unter anderem an der Schulstraße, wo am Sonntagabend ein Baum auf einen Carport fiel und heruntergesägt werden musste. Überall dort, wo Bäume quer über die Straßen gefallen waren – wie etwa am Ohligser Weg – mussten sich die Verkehrsteilnehmer in Geduld üben, bis das Holz in kleinere Blöcke zersägt und an den Straßenrand transportiert worden war.

An der Überfelder Straße in Haan wurde ein Fahrzeug durch einen umgestürzten Baum erheblich beschädigt. An der Straße Elp wurde eine Überland-Stromleitung abgerissen, wodurch ein landwirtschaftlicher Betrieb ohne Stromversorgung war und Kühe nicht melken konnte. Gemeinsam mit dem Netzbetreiber wurde an einer kurzfristigen Wiederherstellung der Stromversorgung gearbeitet.

Umgestürzter Baum auf dem Ohligser Weg hinter dem Hildener Südfriedhof – mit Wartezeiten für Verkehrsteilnehmer verbunden. Foto: Ralph Matzerath. Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

42 Kräfte hatte die Feuerwehr Haan am Sonntag im Einsatz – bereits am Samstag waren fünfmal umgestürzte Bäume oder abgeknickte Äste gemeldet worden. Dabei waren Bereiche an der Siemensstraße oder der Flurstraße teilweise über längere Zeiträume nicht befahrbar. Der Sturm brachte mit seinen vereinzelten Orkanböen jedoch noch mehr durcheinander: an der Ecke Fritz-Gressard-Platz/Berliner Straße in Hilden drehte der Wind einen der erhöhten Ampelmasten in eine andere Richtung.  Und auf vielen Sportplätzen der Region herrschte Kopfschütteln darüber, dass Schiedsrichter trotz der  fühlbar irregulären Bedingungen die Fußball-Partien dennoch gnadenlos anpfiffen.

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