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Haan: Ferien auf dem Ponyhof

Haan : Ferien auf dem Ponyhof

Im Pferdesportzentrum Haan wird es für die daheimgebliebenen Kinder nicht langweilig. Sie können reiten, spielen und viel über Ponys und Pferde lernen. Für einige der einwöchigen Kurse sind noch Plätze frei.

Josie rudert mit den Armen, klatscht in die Händen und spielt "Flugzeug" auf der Slalomstrecke – dafür breitet sie beide Arme aus und fliegt durch die Reithalle. Auf diese Weise soll die Sechsjährige ihr Gleichgewichtsgefühl verbessern. Denn Josie sitzt während dieser Übungen auf Shetlandpony Lulu, die im lockeren Trab und geführt von der siebenjährigen Maja durch die Trainingsarena des Pferdesportzentrums Haan schreitet.

Eine Woche lang üben die beiden Mädchen zusammen mit 18 weiteren Teilnehmern das Reiten. Beim Ferienangebot des Pferdezentrums treffen sich die Kinder täglich um 10 Uhr, dann müssen sie sich erstmal um ihre Schützlinge kümmern und die Pferde bürsten. "Das ist sehr wichtig", weiß Maja.

Praxis und Theorie

Nicht nur das Reiten selbst gefällt ihr sehr gut, auch die Theoriestunden danach findet das Mädchen spannend. "Ich lerne, wie die einzelnen Körperteile heißen und wie man ein Pferd und den Sattel pflegt", sagt die Siebenjährige.

In der Reithalle müssen sich Josie und Maja auf Lulu abwechseln, denn sie gehören zu den Anfängerinnen im Kursus. Eine von beiden muss das Pferd führen.

Anders ist es bei der sechsjährigen Jil. "Sie gehört schon zu den Fortgeschrittenen, wollte aber mit den Anfängern reiten, weil ihre beste Freundin hier dabei ist", sagt Reittrainerin Patty Lange. Jil und ihr Shetty Willy meistern die Herausforderungen daher spielend, auch ohne Partnerin. Die Kinder reiten im Schritt, im Slalom oder traben eine Runde. Dann kommt eine schwierige Aufgabe: Josie muss von ihrer Lulu absteigen. Aber nicht auf den sicheren Boden, sondern auf eine schmale Springstange. Das Mädchen balanciert über die Stange und darf erst danach wieder auf ihrem Pony den Weg fortsetzen.

"Bei den jüngeren Kindern ist das alles sehr spielerisch", erklärt Reittrainerin Lange. "Sie sollen Spaß am Reiten haben." Für die älteren und fortgeschrittenen Kinder gibt etwas anspruchsvollere Kurse, sie reiten auch bereits auf den etwas größeren Ponys und Pferden. Mittags essen alle Kinder zusammen, danach wird gespielt: "Wir machen mit den Kindern nicht nur Reittunterricht, sondern auch Ballspiele, einen Malwettbewerb oder mal eine Rallye", sagt Lange. Die kleinen "Reiterferien" sollen eben auch eine ganz normale Ferienfreizeit sein. Dafür können Eltern auch jetzt noch ihre Kinder anmelden. Für die Kurse in der fünften und sechsten Ferienwoche sind noch Plätze frei. Der Kurs in der nächsten Woche ist beinahe ausgebucht.

(RP)