Haan: Felsenquelle auf Erfolgskurs

Haan: Felsenquelle auf Erfolgskurs

Die vor einem Jahr gestartete Kampagne "Stark fürs Bergische Land" und "Stark für Düsseldorf" hat dem einzigen bergischen Mineralbrunnen ein Absatzplus gebracht. Das Familienunternehmen setzt weiter auf Regionalität.

Schon der Neandertaler hat Wasser aus der Felsenquelle getrunken. Seit hundert Jahren wird das edle Nass oberhalb des Sandbachtales abgefüllt. Seit 1952 betreibt die Familie von Gabriele Römer den einzigen bergischen Mineralbrunnen – inzwischen in der dritten Generation. Von jeher wurde das Haaner Mineralwasser in einem Umkreis von etwa 60 Kilometer ausgeliefert. Durch die vor einem Jahr, zusammen mit fünf weiteren Mineralbrunnen landesweit gestartete Kampagne "Stark für..." hat die Haaner Felsenquelle ein Absatzplus von drei Prozent erzielt – gegen den Trend der Branche, die an Umsatz einbüßte. Der Umsatz mit der "Bergischen Waldquelle" wuchs sogar um 12 Prozent. Wegen der guten Erfahrungen nicht zuletzt auch mit dem Handel, der die eigentlich auf drei Monate angelegte Kampagne über ein ganzes Jahr zog, werden sich die Haaner Felsenquelle und jetzt noch vier weitere Brunnen auch künftig um Regionalität und Innovation bemühen.

Mit Flexibilität am Markt

Gabriele Römer, Geschäftsführerin der Haaner Felsenquelle, führte den Verkaufserfolg nicht nur auf intensiven Vertriebseinsatz von acht Außendienstmitarbeitern zurück. Auch das Verbraucherverhalten ändere sich. Kunden entschieden sich vermehrt für regionale Produkte, seien auch bereit, für wahrgenommene Qualität einen Aufpreis gegenüber dem Discounter zu zahlen. Das mittelständische Unternehmen reagiert flexibel auf Nachfragen vom Markt. So wird seit einigen Monaten die Bergische Waldquelle auch in Glasflaschen angeboten. Und wenn es neue Ideen gibt, "brauchen wir einen Monat bis zur Markteinführung", betont Römer.

"Wir sind auf eine intakte Umwelt angewiesen", sagt die Brunnen-Besitzerin. Daher engagiert sich die Haaner Felsenquelle als Hauptsponsor der Artenschutz-Projektes "Vielfalt lebt" und fördert auch die Biologische Station "Haus Bürgel".

Sigrid Papesch-Witte, die sich bei der Felsenquelle ums Marketing kümmert, hat in eigenen Befragungen erfahren, dass Haan selbst im nahen Düsseldorf nicht übermäßig bekannt ist. Auch vermisst sie eine bergische Identität in der Region. Daran will der Mineralbrunnen jetzt arbeiten und plant für den Sommer ein Quiz-Spiel. Parallel hat das Unternehmen neue Broschüren aufgelegt. Auch die Kooperation "Bergisch pur" mit anderen Erzeugern aus der Region wird verstärkt. Gerade ist es gelungen, ein einheitliches Signet zu entwickeln, das in Kürze auf den Etiketten der Bergischen Waldquelle prangen wird, kündigte Gabriele Römer in einem Pressegespräch an.

(RP)