1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

Hilden: Farben werden zu Magie

Hilden : Farben werden zu Magie

Im Kunstraum Gewerbepark-Süd beginnt am Sonntag eine neue Ausstellung. Marita-G Weiden zeigt ihre faszinierenden Arbeiten: „Die Farbe des Lichts, das Licht als Farbe“.

Farbe und Licht gingen schon immer eine Symbiose in diesem wunderbaren Kunstraum Gewerbepark-Süd ein. In dem Licht des hell durchfluteten Raumes tanzen die Farben der Marita-G Weiden und werden zu Magie. Die Ausstellung der Wuppertaler Künstlerin trägt den Titel: „Die Farbe des Lichts, das Licht als Farbe.“ Zur Vernissage am Sonntag, um 11 Uhr laden Kulturamt und Gewerbepark –Süd ein.

Der erste Blick auf die Farben der Flächen und Formen lässt innehalten. Vor den Augen des Betrachters flirrt, flimmert, leuchtet es, sanft und mal dynamisch, gewinnen die Farben, wie mit Vibrato gespielte Töne, an Intensität.  Marita-G Weiden, die an der Kunstakademie bei Gerhard Richter und Gotthard Graubner studierte, hat sich den Farben verschrieben, der ungegenständlichen Malerei. Ihre Arbeit im Atelier empfinde sie als spannend, erzählt die Künstlerin. „Eine Herausforderung“, lacht sie. Und sie brauche feste Zeiten, Disziplin, um täglich zu malen, zu lasieren und immer wieder neue Schichten aufzutragen. Oft monatelang, bis sie zufrieden ist. Sie liebt das Experimentieren mit neuen Techniken, mit neuen Materialien, wie den Pigmentfarben oder dem Epoxit-Harz. Mit dem umhüllt sie kleinformatige Werke und lässt sie wie Keramiken aussehen.

  • Manhardt Barthelmie vor einem Werk von
    Ausstellung im Mercatorhaus : Die Farbe Weiß regiert im Kunstraum
  • Ein Himmelsstern wird sechs Wochen lang
    HÜCKELHOVEN : Magie des Lichts auf der Millicher Halde
  • Lichtkünstler und Goethe-Fans Heinz Mack.
    Düsseldorf : Mack & Goethe: Ausstellung "Taten des Lichts"

„Für mich ist es ein Abenteuer, wenn ich auf der Leinwand Neues entdecke und auch in mir“, sagt sie. Sie lacht: „Wieder Kind sein, wie ein Kind entdecken, frei mit Farbe spielen, Fantasie aus sich herausholen“. Ratschläge ihres Professors, Gerhard Richter. Und es ist immer die Fantasie, die sie beflügelt, wie damals, als ihre Tochter nach Hawaii reiste und der Mutter die Schönheiten der Natur von dort schilderte. Davon zeugen drei großformatige Werke in Öl/Pigment/Leinen. Man taucht ein in den, von Licht durchpulsten, blauen, fast monocromen Farbkosmos.

Ein Aufblitzen, ein Leuchten, ein Strahlen setzt sich in den rot kontrastierenden, monumentalen Farbvisionen an der nächsten Wand fort. Ein Spiel der Farbelemente, von hell zu dunkel, die verlaufen, sich verdichten, sich verflüchtigen und immer in Bewegung zu sein scheinen. Das Auge wird auch von den vielteiligen Tableaus aus kleinen Arbeiten in Bann gezogen. Auch bei ihnen kann man schön assoziieren. Bei den Intervallen, Stufungen, Farbrhythmen und Schwingungen, die einem das eine oder andere vorgaukeln. Neben zarten Lasuren im Wechsel der Farben und Mustern, sieht man vor sich sattfarbige rotglühende Schlünde, einen Hauch von Hölle. Und auch hier ist es das Phänomen Licht und Farbe, das den Betrachter fasziniert.