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Hilden: Ex-Partnerin gewürgt: Prozess hat begonnen

Hilden : Ex-Partnerin gewürgt: Prozess hat begonnen

Wegen versuchten Totschlags an seiner Ex-Freundin, mit der er ein Kind hat, muss sich ein 41-jähriger Hildener seit gestern vor dem Schwurgericht in Düsseldorf verantworten.

Laut Anklage hatte er im Dezember 2011 die Eingangstür zur Wohnung der von ihm getrennt lebenden Ex-Freundin eingetreten, die Frau am Hals gepackt, beidhändig zugedrückt und ihr mit dem Tode gedroht. Zu Prozessbeginn bestritt der Angeklagte aber jede Tötungsabsicht. Er habe nur darauf drängen wollen, die gemeinsame Tochter (8) zu sehen.

Dass bei der tätlichen Auseinandersetzung mit der Frau, die noch mit dem Angeklagten im selben Mietshaus wohnt, Sätze gefallen sind wie "Ich bring' Dich um" — das hat der 41-Jährige gestern nicht bestritten. "Aber das sage ich schon seit Jahren! Und sie auch", behauptete er. So habe die Ex-Partnerin während der früheren Beziehung "auch schon mal ein Messer geholt" und gegen den Angeklagten gerichtet. Die Frau blieb als Zeugin bei ihrer belastenden Aussage, auf der die Anklageschrift basiert.

Demnach habe der Vater ihrer Tochter spätabends wutentbrannt ihre Wohnungstür eingetreten, "hat mich dann am Hals gepackt. Ich wollte, dass er die Hände wegnimmt." Doch erst durch das beherzte Eingreifen von drei Nachbarinnen, die damals durch Schreckensschreie des Kindes aufmerksam geworden waren und parallel die Polizei alarmiert hatten, konnte der 41-Jährige überwältigt und von seinem Opfer weggezogen werden. Das Amtsgericht hatte Wochen zuvor bereits ein striktes Kontaktverbot des Angeklagten zu seiner ehemaligen Lebensgefährtin verhängt. Ständiger Streitpunkt zwischen beiden war offenbar der Alkoholkonsum des Angeklagten. Der Prozess wird am 23. Mai fortgesetzt.

(wuk)