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Erste Affenpocken-Fälle im Kreis Mettmann

Gesundheitsamt spricht von drei Erkrankten : Erste Affenpocken-Fälle im Kreis Mettmann

Drei Menschen aus dem Kreis Mettmann haben sich laut Gesundheitsamt mit dem Affenpocken-Virus infiziert. Es sind die ersten nachgewiesenen Fälle in der Region. Eine weitere Person befinde sich in Quarantäne.

Die Affenpocken sind im Kreis Mettmann angekommen. Wie Kreissprecherin Daniela Hitzemann bestätigt, wurden dem Kreisgesundheitsamt in den vergangenen Tagen drei Fälle gemeldet, einer in Hilden, zwei in Monheim. „Die Fälle sind unabhängig voneinander, das heißt, die Infizierten hatten nichts miteinander zu tun“, erklärt sie.

Die drei Personen befinden sich demnach in häuslicher Isolation; diese dauere mindestens 21 Tage. „Eine weitere Person, bei der der Kontakt zu einem der Infizierten mit hohem Risiko bewertet wird, befindet sich in Quarantäne.“ Sowohl mit den Infizierten als auch mit der Kontaktperson stehe das Gesundheitsamt in engem Austausch.

Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken verlaufen Affenpocken in der Regel deutlich milder, erklärt Hitzemann weiter: In den meisten Fällen verschwinden die Krankheitszeichen von Affenpocken innerhalb weniger Wochen von selbst. „Gleichwohl wünschen wir uns natürlich, dass es im Kreis Mettmann bei diesen vereinzelten Infektionen bleibt und dass wir keine schwereren Verläufe zu verzeichnen haben“, so Gesundheitsamtsleiterin Ruzica Susenburger.

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Zur Situation in Deutschland: Eine Gefährdung für die Gesundheit der allgemeinen Bevölkerung schätzt das Robert-Koch-Institut derzeit als gering ein, so der Kreis. Das RKI beobachte die Situation weiter sehr genau und passe seine Einschätzung dem aktuellen Kenntnisstand an. „Unter www.rki.de/affenpocken sind alle Empfehlungen des RKI zu finden, unter anderem zur Impfung, zu Hygienemaßnahmen, zum Kontaktpersonenmanagement und zur Isolation von Erkrankten“, so Hitzemann.