1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

Eisdielen wie der Eisbär haben auch in Hilden weiterhin geöffnet

Interview Dirk Schröder : „Wir haben Einbußen, aber keinen Totalverlust“

Cafés und Restaurants haben geschlossen, einige bieten Lieferdienste oder Abholmöglichkeiten an. Das soll vermeiden, dass sich viele Menschen auf einem Fleck aufhalten – eine von vielen Maßnahmen, das Coronavirus aufzuhalten.

Die Eisdielen um die Ecke wie der Eisbär und Dinges dürfen weiterhin öffnen. Warum eigentlich? Das haben wir Dirk Schröder, Besitzer der beiden Eisbär-Filialen an der Gerresheimer Straße (neben dem Naturhof) und im Einkaufszentrum an der St.-Konrad-Allee gefragt.

Warum dürfen Sie weiterhin geöffnet haben?

Schröder Wir haben alle Sitzgelegenheiten und Tische entfernt und sind jetzt nur noch ein reiner Außer-Haus-Betrieb. Das ist weiterhin erlaubt.

Welche Maßnahmen haben Sie zum Schutz vor Corona ergriffen?

Schröder Es dürfen sich nur noch maximal zwei Kunden gleichzeitig im Laden aufhalten. Außerdem müssen sie in der Warteschlange einen Abstand zueinander einhalten. Wir verkaufen das Eis nur noch in Becher, nicht mehr in den Eistüten, obwohl wir das dürften. Außerdem dürfen unsere Kunden das Eis erst essen, wenn sie 50 Meter von unserer Eisdiele entfernt sind. Dadurch soll vermieden werden, dass sich die Kunden vor unserer Tür knubbeln. Auf all diese Maßnahmen weisen wir auf Infoblättern hin und erklären es auch gerne noch mal. Ich freue mich immer wieder zu sehen, wie gut das klappt und wie respektvoll die Menschen miteinander umgehen.

Haben Sie Einbußen?

Schröder Klar, wir haben finanzielle Einbußen. Es kommen weniger Menschen. Die Kindergärten haben geschlossen, die Schulen ebenfalls – auch die Ausflüge beispielsweise an den Unterbacher See und damit die Radfahrer fallen größtenteils weg. Viele Menschen trauen sich nicht mehr auf die Straße. Das kann ich verstehen. Viele unserer Kunden sind auch überrascht, dass wir noch geöffnet haben – und freuen sich darüber.

War Ihnen von Anfang an klar, dass Sie weiter öffnen dürfen?

Schröder Nein. Wir sind zwischendurch auch von einer kompletten Ausgangssperre ausgegangen. Das wäre für uns eine Katastrophe gewesen. Die Entscheidung, dass wir weiter geöffnet haben dürfen, ist ein Segen für uns. Wir haben zwar Einbußen, aber keinen Totalverlust.

(tobi)