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Hilden: Eingesperrt und ausgeraubt: Einbrecher überfallen Frau

Hilden : Eingesperrt und ausgeraubt: Einbrecher überfallen Frau

Die 61-Jährige wurde geschlagen und musste die Verstecke von Wertgegenständen preisgeben

Für die 61-jährige Haanerin müssen es die schlimmsten Stunden ihres Lebens gewesen sein. Dreieinhalb Stunden befand sie sich am Samstagabend in der Hand von zwei Einbrechern, war in ihren eigenen vier Wänden ganz allein und hilflos der Brutalität von zwei Räubern ausgeliefert.

Ihr Martyrium begann, als die Seniorin gegen 19 Uhr in ihr Haus an der Leichlinger Straße zurückkehrte. Im Inneren wurde sie bereits von zwei maskierten Männern erwartet, teilte am Sonntag die Polizei mit. Sie waren durch ein Fenster auf der Rückseite in das Haus eingestiegen, stellten die Ermittler später fest. Die Bewohnerin wurde von den beiden Verbrechern bedroht, geschlagen und getreten. Die Täter wollten wissen, wo genau im Haus sich Geld und Wertgegenstände befinden. Dann wurde die 61-Jährige gefesselt in einen Raum eingesperrt, während die beiden Räuber das gesamte Gebäude von oben bis unten durchsuchten. Erst gegen 22.40 Uhr hätten die Täter mit ihrer Beute (Schmuckstücke) das Gebäude verlassen.

Die leicht verletzte Haanerin konnte die Polizei rufen und ließ sich dann von einem Arzt behandeln. Die beiden brutalen Räuber sollen 30 bis 35 Jahre alt und 1,80 bis 1,85 Meter groß gewesen sein. Sie hatten sich mit Tüchern maskiert, trugen Handschuhe, dunkle Kleidung, helle Turnschuhe und hätten in einer "osteuropäisch" klingenden Sprache gesprochen.

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Die Polizei hat nach eigenen Angaben bislang noch keine heiße Spur. Diese Raubüberfall ist nicht der erste dieser Art in Haan.

Im Januar 2012 wurde ebenfalls ein Haaner Seniorenehepaar (über 80 Jahre alt) in ihrem Einfamilienhaus an der Straße Am Kaiserbusch von drei Tätern überfallen. Bereits am 16. Dezember 2011 hatte das Ehepaar zwei Einbrecher in seiner Wohnung überrascht. Damals stahlen die Täter einen kompletten Satz mit Haus- und dem Tresorschlüssel. Die Bewohner ließen alle Schlösser austauschen. Beim zweiten Mal drangen die Räuber gewaltsam in das von innen verschlossene Schlafzimmer des Ehepaars ein, das noch die Polizei rufen konnte, und zwangen die Senioren, den Standort des Safes preiszugeben. Die drei Diebe konnten mit dem Tresor unerkannt flüchten — gerade in dem Moment, als die ersten Polizisten vor dem Haus eintrafen. Polizeisprecher Frank Sobotta nannte den Fall "sehr ungewöhnlich". In der Regel versuchten Einbrecher, den Kontakt zu den Bewohnern zu vermeiden.

Hier geht es zur Infostrecke: So schützen Sie Ihr Haus vor Einbrechern