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„Einfach märchenhaft“: Hildener Lions finanzierten Ferienprojekt

Hilden : „Einfach märchenhaft“: Lions finanzierten Ferienprojekt für Kinder

Vier Tage lang hatten die Kinder auf diesen Moment hingearbeitet, ein kleines Musikstück einstudiert, zahlreiche Puppen aus Pappmaschee, Pinseln, Kochlöffeln und Spülhandschuhen gebastelt, eine kleine Bühne hergerichtet und ihre Stimmen geölt.

Nun war der große Tag der Premiere gekommen und nun würden sie zeigen können, was sie in kürzester Zeit auf die Beine stellen können. Von Aufregung war bei den kleinen Künstlern zwischen sechs und zehn Jahren kurz vor Beginn ihres Spektakels nichts zu spüren. Dafür aber zeichnete sich jede Menge Vorfreude auf ihren Gesichtern ab. Im Heinrich-Strangemeier-Saal im Alten Helmholtz saßen für die Premiere Vertreter der Lions als Initiatoren und Sponsoren des Ferienprojekts sowie Vertreter des Kultur- und Jugendamtes, um sich das Ergebnis des einwöchigen Projekts zeigen zu lassen. Das Publikum staunten nicht schlecht über die Kreativität, Sing- und Spielfreude der Kinder. Begleitet von Musikschullehrerin Kiki Hansen-Freitag am Klavier, Ina van Stiphaut an der Blockflöte und Lena Vosseler an der Posaune präsentierten die Kinder zunächst ein kleines Puppenspiel und wiederholten ihr Musikstück danach erneut als kleines Orchester.

„Ihr habt eine tolle Woche gehabt, oder?“, fragte Kulturamtsleiterin Eva Dämmer. Ein lautes und lang gezogenes „Ja“ im Chor erhielt sie von den Kindern als Antwort. Was ihnen diese Woche am meisten Spaß gemacht habe, wusste Ann-Kristin zu beantworten: „Das Basteln und die Musik.“ Auch ihr Zwillingsbruder Alexander hatte Spaß am Ferienprojekt. Erst im vergangenen Sommer hatten die beiden Sechsjährigen mit dem Blockflötenunterricht in der Musikschule begonnen – aufgrund von Corona allerdings per Videokonferenz. Spaß habe ihnen der Distanzunterricht mit der Blockflöte zwar gemacht, urteilte Alexander, doch diese Woche wieder mit anderen Kindern zu musizieren, zu spielen und zu toben, gefiel ihm deutlich besser. Nicht nur ihnen, wie auch die Musikschullehrerinnen verrieten. „Auch für uns war es eine sehr erfüllte Woche“, äußerte beispielsweise Ina van Stiphaut. Die Kinder endlich wieder um sich herum zu haben, sei ein schönes Gefühl, bemerkte Kiki Hansen-Freitag. „Und auch wieder mit den Kollegen zusammenzuarbeiten hat einfach sehr viel Spaß gemacht“, betonte auch Lena Vosseler. Die Kinder seien in den wenigen Tagen aufgeblüht. „Anders als vor Corona aber habe ich sie nicht erlebt“, sagte Hansen-Freitag. „Zum Glück ist das Kindsein so tief verwurzelt, dass es trotz der langen Zeit im Distanzunterricht nicht lange gebraucht hat, bis die Kinder hier untereinander aufgetaut sind.“ Frank Rösner, Reinhard Gatzke und Ralf Kraemer von den Lions konnten sich lebhaft davon überzeugen, dass ihre Spende von 3300 Euro für das Ferienprojekt gut angelegt war. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie auch ein Ferienprojekt ermöglicht. „Wir hatten uns ein Ferienprojekt mit einer wertvollen pädagogischen Qualität gewünscht“, sagte Kraemer und lobte: „Das wurde hier wunderbar umgesetzt.“