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Eine Meile für die Kunst in Hilden​

Künstlermarkt in Hilden : Eine Meile für die Kunst in Hilden

Bilder, Skulpturen, Objekte und Schmuck – am Wochenende präsentieren Künstler ihre Werke auf dem 19. Künstlermarkt in der Hildener Innenstadt.

Dichtgedrängt bummeln die vielen Besucher durch die Fußgängerzone, die sich am Samstag in eine Open-Air-Galerie verwandelt hat. Jeder Stand barg am ersten Tag des Künstlermarktes neue Überraschungen. So individuell wie jede Künstlerin und jeder Künstler ist, so originell sind auch ihre Werke. Beim Hildener Künstlermarkt hatten sie die Gelegenheit, ihre Kunst einem breiten Publikum zu präsentieren, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und natürlich auch, ihre Arbeiten zu verkaufen. Der Künstlermarkt findet auch noch an diesem Sonntag, 26. Juni, 11-18 Uhr, statt.

Vom Stand von Nicole Gerst schauten dem Besucher Gnome, Teufelchen und andere Sagen- und Märchengestalten mit großen Kulleraugen entgegen. Die putzigen Gesellen findet die Künstlerin „im täglichen Leben“, verrät sie. Dann hält sie sie in Acryl oder Aquarell fest. Vor drei Jahren hat sie das Malen für sich entdeckt. „Ich habe die Sachen am Anfang immer weggeworfen“, gibt sie zu. Bis zu jenem Moment, als sie auf einem Trödelmarkt von einem Galeristen angesprochen wurde, der ihre Bilder ausstellen wollte. Nicole Gerst arbeitet in Serien. Dabei entstand auch eine Rotkäppchen-Serie, von der sie Bilder nach Hilden mitgebracht hat. Eins zeigt zwei Fliegenpilze. Während das Kind voller Tatendrang erscheint, sieht der Mutter-Pilz doch recht übermüdet aus. Ein anderes Bild zeigt „Rolf, den Wolf“.

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Bilder, Skulpturen, Objekte und Schmuck waren beim Künstlermarkt zu entdecken. Bernd Gorke brachte große und kleine Rohbernsteine mit, aber auch behutsam geschliffene Exemplare. „Die stammen fast alle vom Darß“, verrät er. Jeder der Bernsteine ist ein Unikat und so auch jede Kette, die Bernd Gorke aus den Steinen herstellt. Für die Kinder hat er ein Bernstein-Such-Spiel vorbereitet. Wenn sie tatsächlich einen kleinen Bernstein aus dem Sand geklaubt haben, mussten sie ihn im Wasser testen. „Schwimmt er oben, ist es ein Bernstein“, erklärt Gorke. Dann durfte der Finder seinen kleinen Schatz mit nach Hause nehmen.

Glas-Objekte der skurrilen Art fanden sich am Stand von Elena Graure-Manta, die von der Jury des Stadtmarketings mit dem ersten Preis für ihre Präsentation während des Künstlermarktes ausgezeichnet wurde. Der zweite Preis ging an Dago Koblenzer für die Präsentation seiner „verästelten“ Bilder. Bei ihrem Anblick tauchte der Besucher in Wurzelreiche hinab, die sich entfalten, verzweigen. Der dritte Preis ging an Reinhard Klink, der bereits seit 15 Jahren mit einem Stand beim Künstlermarkt dabei ist. „Es ist großartig“, schwärmt Eva Winter. „Beeindruckend, was manche Künstler zeigen. Und so vielseitig. Hier kann man richtig in Kunst schwelgen.“

Über den Erfolg des 19. Hildener Künstlermarktes freuten sich auch die Organisatoren. „Wir hatten mehr Stände als sonst“, freut sich Volker Hillebrand, Geschäftsführer des Stadtmarketings. „Der Künstlermarkt gibt ein gutes Bild für die Stadt ab.“