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Serie Evonik-Kinderuni: Ein Pieks und kein Knall: Die Nadel im Luftballon

Serie Evonik-Kinderuni : Ein Pieks und kein Knall: Die Nadel im Luftballon

Ein aufgeblasener Luftballon geht nicht immer kaputt, wenn man eine Nadel hineinsticht. Die Evonik-Kinderuni erklärt es.

Bei Annas Geburtstagsparty gibt es Luftballons. Aufpusten muss die aber Papa, der hat mehr Puste als Anna. Warum ist es besonders am Anfang so schwierig, Luft in einen Ballon zu pusten? Das lernt ihr heute in der Evonik-Kinderuni. Außerdem zeigt unser Experiment, wie ihr die Luft aus einem Ballon herauslassen könnt, ohne dass es knallt.

Pustet drei Luftballons auf, aber nicht zu prall. In den Bauch des ersten Ballons stecht ihr an beliebiger Stelle eine Nadel. Auf den Zweiten klebt ihr ein Kreuz aus zwei Streifen Klebefilm. Wenn sich unter dem Klebefilm Luftblasen gebildet haben, streicht sie mit den Fingern weg. Jetzt stecht ihr mit der Nadel an der Stelle mit dem Klebeband vorsichtig in den Luftballon. Nehmt den dritten Ballon und stecht mit der Nadel vorsichtig in die oberste Stelle des Ballons — dort wo ein "Rest" nicht ganz aufgeblasen ist.

Der erste Ballon wird platzen. Der Zweite und der Dritte platzen nicht, wenn ihr die Nadel hineinstecht. Beim dritten Ballon ist es manchmal schwierig, die richtige Stelle zu treffen. Dann knallt es unter Umständen doch. Ihr könnt aber noch etwas sehen: Beim zweiten und dritten Ballon strömt die Luft langsam durch das kleine Loch heraus. Der Luftballon schrumpft. Warum gibt es mal einen Knall und mal nicht?

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Die Luft im Inneren des Ballons drückt so stark gegen Haut des Ballons, dass die sich dehnt. Dehnen bedeutet, dass die Haut größer wird. Und je größer sie wird, desto stärker wächst die Spannung der Haut. Diese Spannung ist aber nicht überall gleich. Den dritten Ballon zum Beispiel hattet ihr ganz oben angestochen. Dort ist noch etwas Platz für mehr Luft gewesen, die Spannung ist dort deshalb nicht so hoch. Und weil die Spannung fehlt, gibt es keinen Knall. Die Luft entweicht langsam durch das kleine Loch, bis der Ballon platt ist. Beim ersten Ballon war das anders. Ihn hattet ihr am Bauch gepiekst, wo die Haut ganz stark gespannt war. Dort wirkt durch die große Spannung eine große Kraft. Sie macht aus dem kleinen Nadelloch ein Riesenloch. Daher sieht es aus, als werde der Ballon in Stücke gerissen.

Und was war beim zweiten Ballon? Der Luftballon mit Klebefilm hat eine zweite nicht gedehnte Haut, den Klebefilm. Diese Extrahaut verhindert, dass die eigentliche Haut des Ballons aufreißt, wenn man mit der Nadel hineinsticht. Deshalb bleibt das Loch auch hier platt, die Luft entweicht langsam.

Beim Aufpusten ist der erste Puster immer der schwerste, weil sich die Ballonhaut dabei am stärksten ausdehnen muss. Experten sagen auch: Der Widerstand ist am Anfang am größten. Jeder weitere Puster geht dann immer leichter. Denn je größer der Ballon wird, desto weniger Haut muss sich mit jedem Puster dehnen.

(RP)