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Hilden: Ein nasses Badevergnügen

Hilden : Ein nasses Badevergnügen

Regen, grauer Himmel und niedrige Temperaturen – dass der Sommer noch auf sich warten lässt, merken auch die Mitarbeiter des Waldbads. Dort bleiben die Besucher aus. Trotzdem bleibt das Bad geöffnet.

Regen, grauer Himmel und niedrige Temperaturen — dass der Sommer noch auf sich warten lässt, merken auch die Mitarbeiter des Waldbads. Dort bleiben die Besucher aus. Trotzdem bleibt das Bad geöffnet.

Sie ziehen unbeirrt ihre Runden — trotz des Regens, der auf ihre Köpfe prasselt. Nasser können die Schwimmer im Waldbad ja nicht mehr werden. Rund zehn bis 15 Unentwegte sind in diesen Tagen im Schwimmerbecken des Freibades anzutreffen. Das ist aber auch schon alles. Auf der großen Liegewiese: alles leer. Die fünf Sonnenschirme: Ungenutzt. Auch auf der gelben Rutsche hält man vergeblich Ausschau nach lärmenden, spielenden Kindern.

Von Sommerferien ist nichts zu spüren in Hildens Freibad. "Wir warten dringend auf heißes Wetter", sagt Stadtwerke-Sprecherin Sabine Müller. Einige warme Tage reichen nicht aus. "Wir brauchen mindestens drei Sonnentage hintereinander, damit die Menschen ins Freibad kommen."

Dabei hatte die Saison so gut angefangen. Am ersten Wochenende im Mai ging es los, mit Spitzentemperaturen und Sonnenschein. 15 068 Besucher im Mai, 20 421 im Juni. "Wir hatten einen guten Start", sagt auch Schwimmmeister Thomas Treder. Mit dem Juli knickten die Zahlen ein. 7539 Gäste wollten bisher in diesem Monat schwimmen gehen (Stand 26. Juli). Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr gab es an einem einzigen, besonders heißen Tag im Juli rund 6400 Besucher. "Die Sportschwimmer hält das Wetter nicht ab. Aber auf der Liegewiese zu liegen macht zurzeit nicht so viel Spaß", sieht Müller ein.

Anders sehen die Besucherzahlen im Hildorado aus. Die sind relativ stabil. In diesem Monat wollten bis zum 26. Juli rund 20 000 Menschen dort baden gehen — im vergangenen Jahr waren die Zahlen ähnlich. Weil Hildorado und Waldbad beide von den Stadtwerken betrieben werden, gibt es zumindest kein überzähliges Personal. "Wir helfen uns gegenseitig aus", sagt Treber. Das Stammpersonal, das ohnehin immer im Waldbad sein muss, egal wie viele Besucher dort sind, hat in diesen Tagen mehr Zeit für weitere Aufgaben. "Wir kümmern uns um die gesamte Anlage, auch um die Grünanlagen, und kleinere handwerkliche Arbeiten", sagt Treber.

Überlegungen, das Freibad zu schließen, gibt es in Hilden aber nicht. Im Düsseldorfer Süden war mit dem Nordstrand des Unterbacher Sees am Wochenanfang die erste Badegelegenheit unter freiem Himmel geschlossen worden. "Das Waldbad wird auf jeden Fall bis Ende September geöffnet bleiben", verspricht Sabine Müller. "Selbst wenn es weniger Besucher hat: Das Freibad ist und bleibt ein Angebot für die Hildener Bürger."

www.waldbad.de

(RP)