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Hilden: Ein Leben für das Rote Kreuz

Hilden : Ein Leben für das Rote Kreuz

Alexandra Fischbach gründete vor einem Jahr die Jugendrotkreuzgruppe Hilden. 26 Kinder konnte sie in dieser Zeit schon für den Dienst begeistern. Die 21-Jährige hilft auch bei Sanitätsdiensten und Katastrophenschutzeinsätzen.

Ihre Schulfreunde seien fast alle beim Deutschen Roten Kreuz aktiv gewesen, erzählt Alexandra Fischbach: "Als sie gemerkt haben, dass ich Interesse an ihrem Hobby zeige, haben sie mich einfach mal mitgenommen." Das war vor zweieinhalb Jahren. Mittlerweile kann sich Fischbach ein Leben ohne das DRK nicht mehr vorstellen.

Zunächst war die 21-Jährige nur im Bereich "Technik und Sicherheit" aktiv. Vor einem Jahr gründete sie dann die Jugendrotkreuzgruppe (JRK) Hilden. "Von Anfang an hatten wir einen regen Zulauf", freut sich die Ortsgruppenleiterin. "Mittlerweile kommen 26 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren zu unseren Gruppenstunden." Zusammen mit drei weiteren Leitern bereitet sie die Gruppenstunden vor, organisiert Aktivitäten und begleitet die Kinder auf Großübungen, wo sie – realistisch geschminkt – als Verletztendarsteller fungieren. Darüber hinaus ist Alexandra Fischbach beim DRK Gruiten aktiv, wo sie Sanitätsdienste und Einsätze leistet.

Auch beruflich hat die gebürtige Hildenerin mit dem DRK zu tun. Seit sie ihre Ausbildung zur Tanzlehrerin nach zwei Unfällen im November vergangenen Jahres abbrechen musste, fährt sie für den Ärztlichen Notdienst des DRK im Kreis Mettmann und unterstützt die Ärzte bei der Behandlung der Patienten. Ab Mai möchte sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau beginnen. Den Grund liefert Alexandra Fischbach gleich mit: "Ich organisiere unheimlich gerne." Auch ihr Leben läuft nach einem festen Plan. "Zunächst einmal möchte ich im April den Rettungssanitäterlehrgang beenden. Anschließend folgt dann die Ausbildung zur Industriekauffrau." Und wenn es die Zeit zulässt, will Fischbach wieder Fußball spielen und noch weitere Lehrgänge für das DRK besuchen.

Dass bei soviel Engagement für das Rote Kreuz kaum noch Zeit für Familie und Freunde bleibt, stört die junge Frau kaum. "Irgendwann besteht der Freundeskreis halt nur noch aus Mitgliedern des DRK", berichtet sie. "Andere verstehen einen nämlich nicht." So zum Beispiel ihre Mutter, die von der vielen ehrenamtlichen Arbeit ihrer Tochter "etwas genervt" sei, wie diese schmunzelnd berichtet. Einen Freund hat Fischbach im Moment nicht. Auf die Frage, ob er denn beim DRK sein müsse, hat sie eine einfache Antwort parat: "Das muss er natürlich nicht. Aber mein Hobby sollte er schon unterstützen, sonst hat er keine Chance bei mir."

(RP)