Hilden: Ehrenamtler sind ein Stück Hilden

Hilden: Ehrenamtler sind ein Stück Hilden

Bei einem Danke-Abend ehrte die Stadt 100 Mitbürger mit dem Ehrenamtspass. Fünf erhielten die Fabry-Medaille.

Als Helga Schmidt-Schlegel auf die Bühne tritt ist sie besonders stolz auf ihre Leistung im Hildener Stadtsportverband. Seit 50 Jahren ist sie Sportabzeichenabnehmerin und lebt für den Sport. "Ich bin ehrenamtlich im Sportverband tätig, da es mir sehr viel Spaß macht und ich gerne mehr Menschen für den Sport begeistern möchte."

Frau Schmidt-Schlegel, die dieses Jahr zum 56. Mal das Sportabzeichen ablegte, erhielt am Freitagabend für ihr Engagement eine besondere Ehrung - die Stadtwappen- und Fabriciusmedaille in Bronze. Damit gehört sie zu den fünf Ehrengästen des Abends, die sich in besonderer Weise in der eigenen Stadt engagieren. Die weiteren Preisträger: Schiedsmann Harald Sudmann, der seit 30 Jahren in seinem Amt tätig ist und mit der silbernen Medaille ausgezeichnet wurde.

Die Eheleute Ingetraud und Helmut Stein, die mit ihrem Verband QQTec einen wichtigen Teil des Hildeners Kulturangebots ausmachen. Karl Rubröder, der für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten im Hildener Karneval, im Besonderen für sein Engagement bei der Organisation der Seniorenveranstaltungen, geehrt wurde.

Sowohl das Ehepaar Stein als auch Karl Rubröder erhielten die Auszeichnung in Bronze. "Am Tag des Ehrenamts" werden alle zwei Jahre 100 Bürger der Stadt Hilden, die ehrenamtlich in der Stadt aktiv sind, geehrt.

Dass das Ehrenamt ein wichtiger Teil Hildens ist - etwa 14.000 Bürger engagieren sich unentgeltlich - bestätigt auch Bürgermeisterin Birgit Alkenings in ihrer Rede "Sie alle machen Hilden zu der liebens- und lebenswerten Stadt, die sie ist." Daher erhalten die geladenen Gäste als Dank den "Ehrenamtspass", eine Kombination aus Chipkarte und Bonusheft. Unter den geehrten Ehrenamtlern befinden sich auch Bekir Arslan, der Vorstandsvorsitzende des Bildungs- und Erziehungsvereins "Hand in Hand" und seine Frau Ayten Bekir, die seit Jahren Menschen helfen, die aus sozial schwachen Familien stammen oder einen Migrationshintergrund haben.

"Seit 1999 sind wir ehrenamtlich tätig und bieten Nachhilfe, Sprachkurse und Hausaufgabenbetreuung an. Man kann schon sagen, dass wir ein Stück Hilden sind", so Bekir Arslan. Dies sieht auch Bastian Schorns so, der für die evangelische Kirche tätig ist und sich für die Flüchtlingshilfe engagiert hat. "Ich war bei der Organisation der Flüchtlingsunterkünfte im evangelischen Schulzentrum beteiligt und bin sehr froh, dass ich den Menschen eine Unterkunft geben konnte."

Von der ehrenamtlichen Arbeit profitieren jedoch nicht nur die Menschen, denen geholfen wird, sondern auch die Ehrenamtler. "Die Organisation war schwieriger als erwartet, da man in kurzer Zeit mit vielen Behörden in Kontakt kommen musste", so Bastian Schorns. Auch Detlef Recha, der sich als Lernpate engagiert, sieht seine Tätigkeit als Bereicherung an " Die Zusammenarbeit mit den Grundschülern macht viel Spaß und ich schätze den Kontakt zu der jungen Generation sehr, daher bin ich seit 2008 als Lernpate tätig."

(anze)