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Ehemaliger Hildener Udo Weinrich will Bürgermeister in Kleve werden

Ehemaliger Hildener Politiker : Udo Weinrich will Bürgermeister in Kleve werden

28 Jahre war Udo Weinrich in Hilden politisch aktiv. Zunächst bei den Grünen, später als Mitbegründer bei der Bürgeraktion. Nun möchte er am Niederrhein Bürgermeister werden.

Udo Weinrich ist vielen in Hilden noch ein Begriff. Mehr als 28 Jahre hat er hier Politik gemacht. Jetzt kandidiert der 62-Jährige für das Amt des Bürgermeisters in Kleve. Er ist der Spitzenkandidat der Wählergemeinschaft Offene Klever, deren Vorsitzender er auch ist.

In Kleve bewerben sich sechs Kandidaten um das Bürgermeister-Amt. Bürgermeisterin Sonja Northing (parteilos) tritt erneut an. Nachdem die Sozialdemokraten in nichtöffentlicher Sitzung ihre Unterstützung für die Amtsinhabern erklärt hatten, verließ fast die Hälfte der Mitglieder die SPD-Fraktion. Sie gründeten die Wählerinitiative „Für Kleve“ und nominierten Michael Kumbrink (parteilos) als Bürgermeisterkandidaten. Kumbrink saß ursprünglich für die SPD im Stadtrat. Weitere Bewerber sind Wolfgang Gebing (CDU), Rolf Janßen (Grüne) und Daniel Rütter (FDP).

Udo Weinrich trat 1984 bei der Kommunalwahl in Hilden als Spitzenkandidat für die Grünen an. Bis 1989 saß er für die Umweltpartei im Hildener Rat. Nach zehnjähriger Politik-Pause gründete er 1999 die Bürgeraktion mit und war zweimal deren Fraktionsvorsitzender. 2011 legte Weinrich aus gesundheitlichen Gründen sein Ratsmandat für die Wählergemeinschaft BA/Fraktionslose Christdemokraten nieder. 2012 verließ er nach zwölf Jahren die Bürgeraktion Hilden. Er fühle sich von der damaligen Fraktionsvorsitzenden Christina Krasemann-Sharma „gemobbt, ausgegrenzt und verleumdet“. Nach eigenen Angaben interessierte er sich damals für eine Kandidatur auf der NRW-Landesliste der Piraten-Partei.

2015 zog Udo Weinrich der Liebe wegen nach Kleve um. Er ist verheiratet und arbeitet als technischer Redakteur in Düsseldorf. Weinrich sieht sich als Anwalt der Bürger im Klever Rathaus und sieht die Themen Klima und digitale Infrastruktur ganz oben auf der Agenda der Offenen Klever.