Hilden: Drei Städte kooperieren bei Jugendarbeit

Hilden: Drei Städte kooperieren bei Jugendarbeit

Die Aufsuchende Jugendarbeit aus Langenfeld, Hilden und Solingen lud zum Sommerfest.

Angezogen durch die Klänge sanfter Musik, breiteten am frühen Nachmittag die ersten Gäste ihre Picknickdecken auf dem Hügel gegenüber der Bühne aus: Wenige Meter weiter heizte Sascha Göbeler den Grill an - jedoch nicht etwa als Teil der privaten Freizeitgestaltung: Der Mitarbeiter der Hildener Jugendförderung im Bereich Aufsuchende Jugendarbeit war in offizieller Mission in den Freizeitpark Langfort gekommen. Gemeinsam mit Kollegen aus Langenfeld und Solingen bewirtete er die Besucher des gemeinsamen Sommerfestes. "Wir freuen uns, die Stadt Langenfeld als Ausrichter unterstützen zu dürfen", erklärte Göbeler.

Zum vierten Mal hatten die Vertreter der Jugendarbeit das gemeinsame Fest organisiert. "Einmal musste es wegen Blitz und Donner ausfallen, ansonsten hatten wir immer eine gute Resonanz", sagte Yvonne Laun von der Stadt Langenfeld. Zielgruppe waren junge Menschen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren. Ihnen widmen sich die Mitarbeiter der Aufsuchenden Jugendarbeit, in dem sie ihre bevorzugten Anlaufpunkte ansteuern und als Ansprechpartner für die vielfältigsten Sorgen und Nöte parat stehen. Sie beraten ihre Schützlinge im Hinblick auf Beruf und Ausbildung und informieren über eigene Sportangebote. Über Letztere hatte Besucher Habibi vor rund sechs Monaten den Kontakt zur Langenfelder Jugendarbeit geknüpft: "Ein paar Freunde hatten mir erzählt, dass die Fußball anbieten", erzählte der 18-Jährige. An jedem Dienstag treffen sich die Jungen nun in der Konrad-Adenauer-Halle zum gemeinsamen Kicken. "Aber sie haben mir auch beim Lernen der deutschen Sprache geholfen", berichtet er mit Blick auf Yvonne Laun.

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"Auch meine Freunde wollen noch kommen", sagte Habibi, der ebenfalls auf seine Kosten kam: Denn auf der Wiese, auf der auch, losgelöst vom Fest, Eltern und ihre Kinder herumtollten, hatten die Mitarbeiter der Solinger Jugendförderung ein mobiles Fußballfeld mit Banden aufgebaut. Und nebenan kam manch ein Gast beim Volleyballspielen mächtig ins Schwitzen. Live-Musik gab es bis in den Abend hinein von der "Selina E. Band", der "Microphone Mafia" und "Luka". "Die hatten alle ein hervorragendes Niveau", freute sich Sascha Göbeler. Eher enttäuschend blieb trotz des abwechslungsreichen Programms und Sommerwetters der Zuspruch: Weniger als hundert Jugendliche aus drei Städten plus einiger erwachsener Interessenten fanden den Weg zum Festplatz. "Vielleicht war das Freibad für einige attraktiver", sagte Göbeler. Über die Pläne für eine Neuauflage im kommenden Jahr wollen sich die Mitarbeiter der Jugendarbeit austauschen.

(RP)