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Hilden: Die schönen Seiten des Kreises

Hilden : Die schönen Seiten des Kreises

Der Hildener Ralph Gellwitzki dreht einen Imagefilm über den Kreis Mettmann. Er soll Investoren und Ausflüglern das Neanderland schmackhaft machen. Nächster Dreh ist im Fabry-Museum.

Südstraße, Hinterhof: Hier, in seinem Büro, überarbeitet der Filmemacher und Computerspezialist Ralph Gellwitzki schon einige der bereits gedrehten Szenen seines Imagefilms über den Kreis Mettmann. In zehn Minuten soll demnächst alles, was im Neanderland interessant ist, über den Bildschirm flimmern. Seine Botschaft an die Zuschauer: "Da ist es schön, da will ich auch mal hin!" Reiseveranstalter, Tourismusbörsen und das Internet können dann den Kreis Mettmann als lohnenswertes Reise-Ziel verkaufen.

Natur und Kultur

Seit drei Jahren ist der Werbe-Film in eigener Sache im Kulturausschuss des Kreises ein Thema. Gellwitzki erhielt im Mai den Auftrag: "Ich will das Neanderland in seinen verschiedenen Facetten zeigen. Für jeden Besucher hat es Interessantes zu bieten." Zum Beispiel für Naturliebhaber und Wanderer das Ittertal und die Rheinlandschaft bei Monheim, für Sportler die Wasserskianlage in Langenfeld oder den Segelflughafen bei Wülfrath. Genießern wird die Bergische Kaffeetafel empfohlen. Für junge Familien bietet sich der Blaue See in Ratingen an, und für Kulturinteressierte eine Vielzahl von Museen, allen voran natürlich das im berühmten Neandertal, für das der gebürtige Neusser schon seit sieben Jahren arbeitet. Sein Video "Das Tal und seine Geschichte" haben dort schon über eine Millionen Besucher gesehen.

Längst ist der 49-jährige Filmemacher kein Unbekannter mehr: Schon 1986 gründete er mit einem Freund eine Filmproduktion in Düsseldorf. Später hat er für das ZDF-Jugendmagazin "Dr. Mag" gedreht, Musikvideos, Messe-Filme für große Konzerne produziert, war eine zeitlang Cutter beim WDR. Vor 14 Jahren hat sich der Mann, der "nie länger als drei Monate fest angestellt war" mit seiner Firma "Ralph Gellwitzki Animation und Video-Design" in Hilden selbstständig gemacht. Zusammen mit der Erkrather Grafikerin Desireé Astor ist er aktuell auf der Suche nach Motiven im Neanderland.

Zwar werden nicht, wie ursprünglich im Konzept geplant, alle zehn Städte des Kreises Hauptrollen spielen, dafür aber die Menschen mit einbezogen. Etwa, wenn in einer Szene die Besucherin im Neanderthal-Museum vor der "Sammlerin" steht, und sich die Frühzeitfrau in der Glasvitrine und die Jetzt-Frau in Haltung und Haartracht erstaunlich ähneln.

Mit Musik unterlegt

Der nächste Dreh ist im Wilhelm-Fabry-Museum geplant, wenn die historische Sammlung wieder präsent ist. Mindestens zwanzig Stunden Filmmaterial wird Gellwitzki am Schluss seiner Aufnahmen auszuwerten haben. Sichten, Schneiden, Musik-Unterlegung und Informationsteile gehören zu seinem Auftrag. Der Premieren-Termin in diesem Sommer steht noch nicht fest. Dass der Filmemacher Hilden statt Hollywood gewählt hat, erklärt er so: "Hier kann ich zu Fuß ins Kino gehen."

(RP)