Kreis Mettmann: Der Immobilienmarkt im Südkreis boomt

Kreis Mettmann : Der Immobilienmarkt im Südkreis boomt

Der Markt ist im vorigen Jahr um 12 Prozent gewachsen. 17 Prozent des Gesamtumsatzes von 754 Millionen Euro entfallen auf Hilden.

Grundstücke und Häuser im Kreis sind begehrt. Immer mehr und immer teurere Immobilien wechseln den Besitzer. 2013 ermittelte der Gutachterausschuss 3323 Kaufverträge (plus 7 Prozent zum Vorjahr). Gleichzeitig stiegen der Geldumsatz auf 735,7 Millionen Euro (plus 12 Prozent) und der Flächenumsatz auf 297 Hektar (plus 7 Prozent). "Es gibt immer weniger Baugrundstücke im Kreis, gleichzeitig müssen Käufer von Grundstücken und Häusern durchschnittlich immer tiefer in die Tasche greifen", sagt der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Wolfgang Schwandke. 92 Prozent aller Käufe betrafen den privaten Bereich, die Hälfte aller Käufer kamen aus der Stadt, in der sie schließlich auch kauften.

Unbebaute Grundstücke 24 Prozent mehr Kaufverträge und 12 Prozent mehr Geldumsatz zeigen den Willen vieler Menschen, ein Haus zu bauen. Der Boom zeigt sich durch gestiegene Preise in fast allen Städten. 21 Prozent des Geldumsatzes entfallen auf Langenfeld, gefolgt von Hilden (17) und Mettmann (15). Wülfrath ist mit 7 Prozent Schlusslicht. Es gibt ein Süd-Nord-Gefälle beim Preisniveau: Während im Norden die Preise mit Ausnahme von Mettmann eher stagnieren, sind im Süden die Preise im Jahr 2013 für unbebaute Wohngrundstücke weiterhin auf hohem Niveau meistens weiter gestiegen (Langenfeld, Monheim, Hilden, Haan). Beim Geschosswohnungsbau stagniert das Preisniveau. Hilden und Langenfeld liegen weiterhin unter den Top Ten in NRW bei den Wohngrundstücken. Die Durchschnittswerte in 2012: in Köln (890 Euro/qm), Düsseldorf (820), Hilden (390), Haan (385) Maximum in Hilden bedeuten Spitze. Fazit: Das durchschnittliche Bodenrichtwertniveau für Wohnbauflächen ist in Langenfeld, Monheim, Haan und Hilden (überwiegen) um 10 Euro gestiegen.

Bebaute Grundstücke Häuser mit Grundstücken wurden für insgesamt 446,3 Millionen Euro (1268 Kaufverträge) ver- und gekauft. Die Zahl der Häuser ist knapp, sie kosten beim Verkauf aber deutlich mehr als früher. Die Preise steigen weiter. Die Umsatzspitzenreiter: Langenfeld 83 Millionen (251 Kaufverträge), Hilden 81,4 Millionen (154), Haan 45,6 Millionen (134). Die höchsten Preise für Reihenhäuser aus zweiter Hand sind in Haan zu verzeichnen. Bei gebrauchten Doppelhaushälften sind die niedrigsten Preise in Haan, die höchsten in Hilden gezahlt worden. Eigentumswohnungen 2013 wurden 1644 Kaufverträge (plus 6 Prozent) beurkundet. Der Geldumsatz stieg um 5 Prozent auf 200 Millionen in 2013. In 22 Prozent aller Fälle waren Makler mit im Spiel. Davon allein 21 Prozent in Hilden. Zwei Drittel des Geldumsatzes werden in Hilden, Monheim, Langenfeld und Mettmann erzielt.

Während die niedrigsten Durchschnittspreise für Neubauwohnungen in Wülfrath bei 2270 Euro/qm liegen, lagen die Preise in Langenfeld durchschnittlich bei 3310 Euro/qm auf dem höchsten Niveau.

(RP)
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