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Hilden/Haan: Das Jobcenter Hilden bleibt an der Hofstraße

Hilden/Haan : Das Jobcenter Hilden bleibt an der Hofstraße

Die Geschäftsstelle Haan verlässt zum Jahresende die Gartenstadt und geht mit Hilden zusammen. Die Fusion soll den Service verbessern.

Das Jobcenter Hilden bleibt am Standort Hofstraße 56-60 und wird dort Ende des Jahres mit der Geschäftsstelle Haan zusammengelegt. Das bestätigt Bernhard Hildebrandt, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters ME-activ (Mettmann). Hintergrund: Die Zahl der Geschäftsstellen im Kreis wird von zehn auf fünf reduziert. Auch für den Standort Hilden suchte das Jobcenter seit einiger Zeit neue Räume — weil der alte Standort zu klein sei, wenn dort zwei Geschäftsstellen zusammengelegt würden, hatte Hildebrandt Ende vergangenen Jahres erklärt. Jetzt haben die Verantwortlichen offenbar ihre Meinung geändert. Die Geschäftsstelle Hilden belegt drei Etagen (Erdgeschoss bis 2. OG). Die Haaner Geschäftsstelle solle zum Jahresende in das 3. Obergeschoss einziehen, das bis dahin hergerichtet wird. Die gemeinsame Einrichtung aus Arbeitsagentur und Kommunen habe auch vergleichbare Angebote für einen Neubau erhalten: "Wir haben uns für die wirtschaftlichste Lösung entschieden, weil wir so einen Umzug (den der Hildener Geschäftsstelle) sparen."

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In dem neuen Jobcenter Hilden werden ab 2014 zwischen 50 und 60 Mitarbeiter rund 5600 Hartz-IV-Empfänger oder rund 3000 Bedarfsgemeinschaften aus Hilden und Haan betreuen. Die Leitung hat bis auf weiteres Monika Peters, bislang Geschäftsstellenleiterin in Hilden. Die Leitung in Haan ist zurzeit vakant.

Das Jobcenter ME-Activ ist dann im Kreis in Hilden, Langenfeld, Mettmann, Ratingen und Velbert präsent. In diesen Städten befinden sich bereits Geschäftsstellen der Arbeitsagentur, die sich um Empfänger des Arbeitslosengeldes I kümmern. "Diese Verzahnung macht Sinn", sagt Sozialdezernent Reinhard Gatzke. So hätten alle Arbeitslosen nur noch eine Anlaufstelle, was für klare Regelungen sorge.

Das Jobcenter Mettmann will mit der Konzentration den Service für die Kunden verbessern und bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter schaffen, erläutert Hildebrandt. Durch einen hohen Krankenstand sei es in Vergangenheit Insbesondere in kleinen Geschäftsstellen sei es dadurch "zu kaum vertretbaren Arbeitsbe- und -überlastungen" gekommen, heißt es in dem Gutachten der Internen Beratung SGB II der Bundesagentur für Arbeit. Gleichzeitig hätten die Hartz-IV-Empfänger dadurch ihre Ansprechpartner oft nicht erreicht und lange auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten müssen.

Zu einer Verbesserung soll auch die kreisweite Vereinheitlichung der Öffnungszeiten beitragen: "Das ist ein organisatorischer Vorteil."

Das Jobcenter Mettmann-aktiv verfügt über einen Gesamtetat von rund 200 Millionen Euro im Jahr. 380 Mitarbeiter betreuen im Kreis rund 18 500 so genannte Bedarfsgemeinschaften mit 25 000 Kunden. Von den rund 25 500 Leistungsberechtigten sind etwa 10 000 nicht erwerbsfähig, erläuterte Geschäftsführerin Martin Würker kürzlich im Kreissozialausschuss. Etwa ein Viertel (rund 6200 Kunden) wolle das Jobcenter Mettmann in diesem Jahr in Beschäftigung oder Weiterbildung vermitteln.

(RP)