1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

Dagmar Volmer organisiert ersten Lucia-Tag in Hilden

Ökumenische Andacht mit Musik : Lucia-Tag: Kerzen für Brustkrebs-Opfer

Die Vorsitzende der Förderinitiative Senologie spricht über den Gedenktag am 1. Oktober. Um 17 Uhr beginnt die Andacht vor der Reformationskirche.

Dagmar Volmer ist Vorsitzende der Förderinitiative Senologie Hilden. Zum ersten Mal organisieren der Verein und die Abteilung Senologie des St.-Josefs-Krankenhauses am 1. Oktober einen Lucia-Tag in Hilden, den es deutschlandweit seit 2001 gibt, um auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen.

Wie werden Sie den Tag begehen?

Volmer Wir laden zu einer ökumenischen Andacht ein. Sie beginnt um 17 Uhr vor dem Haupteingang der Reformationskirche an der Mittelstraße. Professor Dr. Livia Küffner, Chefärztin der Senologie und ich als Vorsitzende werden die Gäste begrüßen, Pfarrerin Esther Pippig von der evangelischen Kirche und Seelsorgerin Gisela Frommann von der katholischen Kirche gestalten die Andacht. Musikalisch begleiten uns Blechbläser der Musikschule Hilden. Auf den Stufen des Kirchenportals entzünden wir 50 Kerzen, wie dies auch in zahlreichen weiteren Städten in Deutschland geschieht. An der Planung war unser gesamter Vorstand beteiligt.

Was bedeuten die Kerzen?

Volmer Wir gedenken damit symbolisch der 50 Frauen, die täglich in Deutschland an Brustkrebs sterben. Mit der Aktion möchten wir zudem auch insgesamt Licht in das Kapitel Brustkrebs zu bringen. Die große Zahl der Betroffenen und derjenigen, die an der Krankheit versterben, ist den meisten gar nicht so bewusst, weil viele Betroffenen ihre Krankheit nicht bekannt machen.

Seit wann gibt es die Förderinitiative?

Volmer Das St.-Josefs-Krankenhaus ist seit 2001 zertifiziertes Brustzentrum. Voraussetzung dafür war, dass es einen Förderverein gibt, das ist auch wichtig für die Zertifizierung des Zentrums alle zwei Jahre. Seit 2001 gibt es auch die Förderinitiative.

Wie groß ist ihr Verein und welche Aktionen organisieren Sie noch?

Volmer Wir haben circa 100 Mitglieder und möchten den Patientinnen die belastende Zeit der Chemotherapie und Bestrahlung etwas angenehmer machen. Wir organisieren zudem Vorträge für alle Bürgerinnen und Bürger, bieten Akupunktur, Yoga und Schmink-Kurse an. Wenn jemand alle Haare verliert, erkennt er sich nicht wieder. Mit einer guten Schminktechnik kann man dies zumindest ein wenig kaschieren. Wir haben für die Chemo-Ambulanz spezielle Pflegestühle angeschafft und mit einem Gefrierschrank ausgestattet, damit die Betroffenen mit Kühlpads Fingerkuppen kühlen können, die bei der Behandlung in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem legen wir in der Ambulanz Lesemappen aus. Kürzlich erhielt das Patienten-Beratungszimmer Stühle, die den Hygienevorschriften des Krankenhauses entsprechen.

Seit wann engagieren Sie selbst sich im Vereinsvorstand?

Volmer Vor der Wahl im Jahr 2016 fragte mich der damalige Vorstand, ob ich mir vorstellen könnte, den Verein als Vorsitzende zu unterstützen. Jetzt unterstützt der Vorstand mich bei allen Aktionen.

(sad)