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Corona-Krise beeinträchtigt Glasfaser-Ausbau in Hilden

Hilden : Corona-Krise behindert Glasfaser-Ausbau

Dienstleister hat Arbeiten vorübergehend eingestellt. IT-Spezialist Frings Solutions hat gut zu tun.

Viele Unternehmen und Dienstleister schicken derzeit ihre Mitarbeiter ins Homeoffice. Wohl dem, der über schnelles Internet verfügt. Hilden hat die beste Breitband-Versorgung im Kreis Mettmann. In 89,6 Prozent des Stadtgebietes sei das schnelle Internet verfügbar – sagt die Telekom. Inzwischen wird aber immer mehr Bürgern und Betrieben klar, dass das nicht stimmen kann. Wenn sie nämlich ihren Rechner starten und auf die Datenautobahn im Internet auffahren möchten, landen sie im Datenstau. Das ist Realität.

Die großen Anbieter wie Deutsche Telekom und Vodafone erklären den Breitband-Ausbau in Hilden für abgeschlossen. Deshalb investieren die Stadtwerke Hilden Millionen in ein eigenes Glasfasernetz. „Seit Beginn der Corona-Krise erhalten wir verstärkte Nachfragen von Gewerbetreibenden“, berichtet Sabine Müller, Pressesprecherin der Stadtwerke Hilden. Dabei gehe es weniger um Neuanschlüsse (Stand aktuell: 330), sondern um Upgrades auf ein leistungsstärkeres Produkt.

Die Corona-Krise beeinträchtigt den Glasfaser-Ausbau. „Bautätigkeiten sind reduziert, da ein Dienstleister wie viele Unternehmen auch im Sinne der Gesundheit seiner Mitarbeiter entschieden hat, die Arbeiten einzustellen“, berichtet Müller: „Aktuell bedienen wir wie gewohnt alle Kunden, bei denen eine Portierung ansteht. Das heißt, wenn der Wechsel vom bisherigen Anbieter zu hildenMedia vollzogen wird. Das gewährleisten wir zu 100 Prozent. Niemand steht plötzlich ohne Internet oder Telefon da. Genauso beheben wir alle Störungen, die auftreten könnten.“

Das Hildener Unternehmen Frings Solutions ist Partner der Stadtwerke Hilden für schnelles Internet. Wie ist die Nachfrage? „Leider ist die aktuelle Möglichkeit zur Schaltung schnellen Internets sehr begrenzt“, berichtet Sabine Frings, Leitung Unternehmenskommunikation: „Wir arbeiten verstärkt an entsprechenden Bereitstellungskonzepten. Aber wer sich bis dato nicht darum gekümmert hat, steht leider am Ende der Schlange.“

Besonders gefragt seien aktuell speziell im Bereich Cloud-Telefonie-Lösungen zur Einrichtung der gewohnten Nebenstellen ins Homeoffice sowie As-a-Service-Konzepte für mobile Arbeitsplätze. „Aktuell versenden wir vorinstallierte Notebooks und Tablets per DHL und unsere Techniker richten remote die entsprechenden Heimarbeitsplätze ein. Im Anschluss bieten wir Webinare für Schulung und offene Fragen für eine sichere Nutzung der neuen Arbeitsumgebung.“

Frings Solutions sei gut ausgelastet: „Etwa 85 Prozent unserer Mitarbeiter arbeiten im Home-Office und können über Kundenremote-Zugänge, Videokonferenzen und Dokumenten-Sharing glücklicherweise die Zusammenarbeit und notwendige Absprachen erledigen.“

Die Corona-Krise sei auch eine Chance, meint Sabine Frings: „Gerade mittelständische Unternehmen denken nicht nur drüber nach, sondern packen die überfällige digitale Transformation ihrer betrieblichen Abläufe jetzt auch an und setzen sie um.“