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Corona Kreis Mettmann: Inzidenz unter 100 - Stufe 3 greift ab Montag

Inzidenz stabil unter 100 : Darauf darf sich der Kreis Mettmann ab Montag freuen

Fünf Tage am Stück liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bereits unter dem kritischen Wert von 100. Das bringt ab Montag Lockerungen in den Bereichen Gastronomie, Handel, Schulen und vielen mehr mit sich.

Geschafft: Die Inzidenz liegt mit 61,8 auch am Samstag unter 100 – und damit am fünften Werktag in Folge. Jetzt muss dieser Sachstand nur noch offiziell vom Land festgestellt werden. Das ist allerdings nur eine Formalie. Im Kreis Mettmann gilt daher ab Montag die Corona-Notbremse des Bundes nicht mehr, sondern die Schutzverordnung des Landes NRW. Und die sieht viele Lockerungen vor.

Kostenpflichtiger Inhalt So starten beispielsweise die Schulen am Montag in den täglichen Präsenzunterricht. Dieser Schritt ist nicht unumstritten, denn nun sind die Klassen und Kurse nicht mehr in mehrere Lerngruppen getrennt. Bis zu 30 Schüler befinden sich in einem Raum. Abstand: Fehlanzeige. Dennoch überwiegt vor allem bei Eltern die Freude. Sie hatten in den vergangenen Monaten den Spagat zwischen Homeoffice und Homeschooling zu schaffen.

Im Handel fällt am Montag nicht nur die Kontaktverfolgung weg, sondern auch die Testpflicht. Sie hatte viele Kunden davon abgehalten, in die Innenstädte zu gehen und dort einzukaufen. Nun gelten nur noch Kundenbegrenzungen, die nach der Quadratmeterzahl gegliedert sind.

Kostenpflichtiger Inhalt Wirte dürfen ab Montag ihre Außengastronomie öffnen. Hier ist ein negatives Testergebnis Pflicht. Das Wetter spielt hervorragend mit, sodass die Biergärten ab Montag einen wahren Ansturm erleben dürften.

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Ein wichtiger Baustein der Öffnungsstrategie in Corona-Zeiten ist die Möglichkeit, Infektionsketten möglichst effektiv zu erkennen und zu unterbrechen. Hierfür ist eine zuverlässige Kontaktnachverfolgung entscheidend. Nach der Coronaschutzverordnung besteht beispielsweise für die Gastronomie die Verpflichtung, den Besuch von Kunden und Gästen zu dokumentieren. Im besten Fall erfolgt dies über digitale Lösungen, bei denen direkt einlesbare Datenformate erstellt werden.

Der Kreis Mettmann schließt sich der Initiative „IRIS-Gateway an". IRIS macht damit die Daten aus den über 60 Kontaktnachverfolgungs-Anwendungen für die Gesundheitsämter nutzbar. Gewerbe- oder Handeltreibende müssen sich dadurch nicht auf eine spezielle Lösung einstellen, sondern haben freie Hand in der Auswahl der für ihren Verantwortungsbereich passenden Kontaktverfolgungs-Lösung – empfehlenswert ist lediglich, dass die ausgewählte Lösung mit IRIS kompatibel ist. Das Land Nordrhein-Westfalen setzt diese Lösung zurzeit um. Bis sie zum Einsatz kommt, müssen andere Lösungen genutzt werden.

(tobi)