Hilden/Köln: CO-Gegner verteilen Aktionärsbrief

Hilden/Köln: CO-Gegner verteilen Aktionärsbrief

Bayer lädt morgen zur Hauptversammlung in die Messe Köln ein.

Beim Aktionärstreffen des Bayer-Konzerns in Köln wollen auch die Gegner der Kohlenmonoxid-Leitung wieder Flagge zeigen, kündigt Dieter Donner aus Hilden an. Er ist der Pressekoordinator der "Stopp Bayer CO-Pipeline"-Initiativen in Hilden, Monheim, Langenfeld, Erkrath, Ratingen, Solingen und Düsseldorf. Sie kämpfen seit rund acht Jahren gegen die Giftgasleitung und haben mehr als 110 000 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Einer der Kläger, Heinz-Josef Muhr aus Monheim - ist kürzlich verstorben. Das Klageverfahren geht weiter, sagt Donner. Das habe Heinz-Josef Muhr so verfügt. Die CO-Pipeline-Gegner halten vor dem Eingang eine Mahnwache und werden einen eigenen Aktionsbrief an die Aktionäre verteilen. Darin informieren sie über den Stand des Verfahrens. "In unseren Redebeiträgen werden wir auf den immensen Finanz- und Imageschaden informieren, der Bayer durch dieses Pipeline-Projekt entstanden ist."

Rückblick: Am 28. August vergangenen Jahres erklärte das Oberverwaltungsgericht Münster das Gesetz für verfassungswidrig, mit dem die Anwohner enteignet wurden. Keine Fehler sahen die Richter bei Sicherheitsfragen und beim Trassenverlauf.

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Nun liegt der Fall beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Die obersten Richter müssen prüfen, ob die Enteignungen mit dem Artikel 14 des Grundgesetzes (Schutz des Eigentums) vereinbar sind. Bis zu einem endgültigen Urteil kann es Jahre dauern.

Die 67 Kilometer lange Rohrleitung soll Kohlenmonoxid, das im Bayer-Werk Dormagen produziert wird, zum Bayer-Werk Krefeld-Uerdingen transportieren.

(RP)
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