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Hilden: CO-Gegner stärken ihre Abwehrkräfte

Hilden : CO-Gegner stärken ihre Abwehrkräfte

Die Gegner der CO-Pipeline bringen sich in Stellung. Vor der großen Anhörung am 5. November in der Essener Gruga-Halle machten sie am Wochenende unmittelbar neben dem unterirdischen Verlauf der Rohre auf die unsichtbare Gefahr aufmerksam. Mit Kaffee und Kuchen sowie frisch gepresstem Saft bündelten sie ihre Energie. "Wir stärken unsere Abwehrkräfte gegen Bayer", sagte der Koordinator der Initiative gegen die CO-Pipeline Dieter Donner.

Er nutzte die Gelegenheit, um als Bevollmächtigter Unterschriften zu sammeln. "Damit wir die Einzeleinwender bei der Anhörung auch rechtlich wirksam vertreten können und sie später auch ein Klagerecht haben", erklärte Donner den Hintergrund. Er ist zwar überzeugt, dass die Initiative in der Stärke einer Hundertschaft in Essen auftritt, glaubt aber gleichzeitig, dass sich viele der insgesamt 1500 Einzeleinwender und 24 000 Sammeleinwender vor Ort von Experten vertreten lassen.

Wer nicht in die Gruga fährt, soll aber dennoch die Möglichkeit bekommen, seine Meinung zu dem Projekt des Bayer-Konzerns öffentlich zu äußern. "Deshalb veranstalten wir am 2. November einen Demonstrationszug von Richrath nach Hilden mit einer Abschlusskundgebung auf dem Alten Markt", kündigte Donner an. In Essen möchte er deutlich machen, dass sich 24 000 Menschen nicht beteiligt fühlen, da die Bezirksregierung hinter ihrem Rücken 80 Änderungen vorgenommen habe, die zum Teil weitere Gefahren geschaffen hätten.

"Beispielsweise verlaufen die Rohre stellenweise unter einer Ölleitung und das potenziert das Risiko. Wir wollen zeigen, dass wir uns das nicht gefallen lassen", betonte er. Rückendeckung bekam er erneut von der Gruppe aus Duisburg. Erich Hennen als Sprecher der Duisburger Initiative wies darauf hin, dass bereits die Menge eines halben Schnapsglases des geruchlosen Gases bewusstlos mache, ein kleines Weinglas zum Tod führe.

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"Es gibt für das Szenario eines Lecks keine Versorgungspläne und die Feuerwehr hat aufgrund der Explosionsgefahr keine Möglichkeit, den Menschen zu helfen." Daher wollen die Pipeline-Gegner weiter kämpfen und auch die Gerichte vor ihrer Position überzeugen.

(domi)