BUND Hilden plant Bürgerinitiative gegen A3-Ausbau

Zwischen Hilden und Leverkusen : BUND plant Bürgerinitiative gegen A3-Ausbau

Die Autobahn soll in den kommenden Jahren von sechs auf acht Spuren verbreitert werden.

Der Protest gegen den geplanten Ausbau der A3 organisiert sich immer professioneller. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) lädt nun zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen das Mammutprojekt ein. Das Treffen findet am Donnerstag, 25. April, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus (Bürgersaal, 4. Etage), Mittelstraße 40 in Hilden statt. „Eingeladen sind alle, die sich über die Ausbaupläne entlang der A 3 informieren und sich aktiv und kreativ dagegen engagieren wollen“, teilte der BUND am Montag mit.

Die aktuelle Fahrbahnsanierung auf der Autobahn A3 ist die Vorhut auf einen in etwa zehn Jahren anstehenden Ausbau. Der 15 Kilometer lange Abschnitt zwischen Leverkusen-Opladen und dem A3-/A46-Kreuz Hilden soll dann von heute sechs auf acht Spuren erweitert werden. Nach Angaben von Straßen-NRW-Sprecherin Sabrina Kieback ist der achtspurige Ausbau dieses A3-Abschnitts als „vordringlicher Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan 2030 festgelegt. Der Baubeginn stehe noch nicht fest. „Erst muss von Süden her der Abschnitt zwischen Leverkusen-Zentrum und Opladen achtspurig ausgebaut sein.“ Erst danach starte die Erweiterung von Opladen bis zum Kreuz Hilden. Die Trasse solle bis Ende 2020 festgelegt werden. Laut Straßen-NRW sind folgende Lösungen denkbar: Es wird jeweils eine Spur rechts und links angebaut („zweiseitige Variante“), beide Spuren werden rechts („Ostvariante“) oder links („Westvariante“) angebaut. Durch einen abschnittsweisen Wechsel ließen sich Varianten kombinieren.

Mit einem gemeinsamen Schreiben an den Landesbetrieb Straßen-NRW hatten Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider und dessen Amtskollegen Birgit Alkenings (Hilden), Tim Kurzbach (Solingen) und Frank Steffes (Leichlingen) appelliert, bei der Verbreiterung der A3-Trasse Eingriffe in die Natur zu vermeiden oder zu minimieren. Außerdem müssten die verantwortlichen Planer „frühzeitig und transparent die geprüften Lösungsalternativen zum achtspurigen Ausbau darlegen“.

„Die Planungen von Straßen.NRW stehen zwar noch am Anfang“, so Claudia Roth vom BUND Hilden: „Doch wenn erst ein Vorschlag für eine Trasse vorliegt, wird der Sinn des Gesamtprojekts nicht mehr in Frage gestellt. Daher ist es wichtig, dass Betroffene schon jetzt deutlich Position beziehen.“ Karl Wilhelm Bergfeld vom BUND Langenfeld ergänzt: „Betroffene sind nicht nur die unmittelbaren Anlieger, sondern auch die Bürger der betroffenen Städte, die den Grüngürtel zur Erholung nutzen.“

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