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Hilden: Bürgertreff: Träger gesucht

Hilden : Bürgertreff: Träger gesucht

Neben dem Bürgerverein Hilden-Nord bewirbt sich jetzt auch die Werbegemeinschaft Hilden um die Bewirtschaftung. Der Trägerverein will seine Arbeit Ende September einstellen. Politik vertagt Entscheidung.

Der Bürgertreff Lortzingstraße ist ein gefragter Treff für Veranstaltungen, Vereine und private Feiern. Die Bewirtschaftung übernimmt ein Trägerverein. Dessen verbliebene Mitglieder (die Auflösung wurde im September 2010 beschlossen, aber noch nicht vollzogen) wollen Ende September die Brocken hinwerfen, kündigte einer von ihnen, Dieter Arnold, an.

Registergericht eingeschaltet

Die drei Ehrenamtlichen, die "viele hundert Stunden Freizeit" investiert hätten, fühlen sich durch die Auseinandersetzung um die Bewirtschaftung "persönlich verletzt", erläuterte der Vorsitzende des Bürgervereins Hilden-Nord: "Seit 15 Jahren kümmern wir drei uns um die Bewirtschaftung des Bürgertreffs. Man hat uns nie gesagt, wir hätten das nicht ordentlich gemacht."

Ende September wollen Dieter Arnold, Sigrid Arnold und Ulrike Müller die Bewirtschaftung einstellen. Arnold will dem Bürgerverein Nord empfehlen, seine Bewerbung zurückzuziehen. Im Januar hatte sich der Bürgerverein Nord um die Verwaltung des Bürgertreffs beworben. Die Verwaltung schlug vor, dem damals einzigen Bewerber und "anerkannten Träger" die Aufgabe zu übertragen.

Mit Schreiben vom 18. August meldete auch die Werbegemeinschaft Hilden überraschend Interesse an. In einem Brief an Dezernent Norbert Danscheidt, der an die Mitglieder des zuständigen Fachausschusses verteilt wurde, behauptet Arnold, dass diese Bewerbung nicht zulässig, weil rechtlich nicht korrekt sei. Die Bewerbung sei ein Alleingang des Vorsitzenden Bastian Mey. Er habe deshalb bereits das Registergericht Düsseldorf eingeschaltet.

Chemie stimmt nicht

Mey behauptet, dass die Bewerbung wie vorgeschrieben mit einem zweiten Vorstandsmitglied (Axel Hennecke) abgesprochen gewesen sei. Vorstandsmitglied Dieter Arnold sei im Juli/August von seinen Aufgaben bei der Werbegemeinschaft schriftlich entbunden worden.

Arnold und Mey räumen beide ein, dass die Chemie zwischen ihnen nicht stimme. Arnold will aus dem Vorstand der Werbegemeinschaft ausscheiden. Dafür müsse Mey eine Hauptversammlung einberufen.

Die Mitglieder im zuständigen Umweltausschuss vertagten eine Entscheidung in die Ratssitzung am 14. Dezember. Die CDU will nur Vereine, keine Kommerziellen als Betreiber zulassen und Konzepte von ihnen sehen. Die BA/CDf besteht auf einem transparenten Ausschreibungsverfahren. Die Grünen wollen genau wissen, an wie viel Tagen im Jahr die Stadt ein Belegungsrecht beansprucht.

(RP)