Briefwahl in Hilden vor Europawahl auf konstant hohem Niveau

Hilden : Viele Hildener haben bereits gewählt

6752 Menschen haben ihre Stimme abgegeben oder ihre Unterlagen für die Briefwahl beantragt. Das sind in etwa so viele wie 2014.

Alea iacta est – die Würfel sind gefallen, zumindest bei 6752 Hildenern. Sie haben bereits gewählt oder die Unterlagen für die Briefwahl beantragt. „Damit liegen wir etwa auf den Niveau der letzten Europawahl“, erklärt Klaus Helmer vom Wahlamt der Stadt. Damals hatten rund 7700 Menschen per Brief abgestimmt. „Bis zum Wahltag am 26. Mai werden wir diese Zahl erreichen“, berichtet der Leiter des Bereichs Wahlen.

Wer seine Stimme bereits vorher abgeben möchte, kann entweder die Unterlagen beantragen und gemütlich zu Hause auf dem Sofa wählen oder seine Stimme direkt im Rathaus abgeben. Dort ist in der ersten Etage eine Wahlkabine aufgestellt. Wer vorbeischaut, sollte seinen Personalausweis und seine Wahlbenachrichtigung mitbringen. „Diese Wahl gilt auch als Briefwahl“, erklärt Helmer.

Die roten Umschläge sammeln er und seine Mitarbeiter in einem Raum nebenan. Die Unterlagen werden am Wahlsonntag ab 15 Uhr geöffnet und auf Vollständigkeit überprüft. Der Umschlag mit dem Stimmzettel kommt in eine Urne und bleibt bis 18 Uhr verschlossen. Erst wenn auch die Wahllokale schließen, beginnen die Wahlhelfer im Rathaus mit der Auszählung.

Insgesamt 42.901 Wahlberechtigte  sind in Hilden aufgerufen, am 26. Mai zur Wahl zu gehen. Bei der letzten Wahl vor fünf Jahren haben am Ende 54,3 Prozent ihre Stimme abgegeben – was zu den 41,2 Prozent aus dem Jahr 2009 eine deutliche Steigerung war. Bisher sieht alles so aus, als ob die Wahlbeteiligung wieder bei dem Wert wie im Jahr 2014 liegt – zumindest nach aktuellem Stand der Briefwahl. Bislang haben bereits 15,7 Prozent der Hildener abgestimmt. „Einige sind im Urlaub oder haben am Wahlsonntag andere Pläne. Die meisten aber möchten es erledigt haben“, berichtet Klaus Helmer. Er selbst wählt auch schon vorher, denn er ist am Wahlsonntag für die Verwaltung im Einsatz.

„Unser Tag beginnt noch vor 7 Uhr“, berichtet Helmer. Die letzten Koffer für die Wahllokale werden verteilt, erste Fragen von den Wahlhelfern trudeln ein. Helmer und sein Team halten am 26. Mai die Stellung im Rathaus, sind Ansprechpartner für die rund 350 Helfer in den 32 Stimmbezirken. „Einige Bezirke werden in einer Liegenschaft zusammengefasst“, erklärt Helmer. So können in der Grundschule am Kalstert beispielsweise Anwohner aus vier Bezirken wählen gehen.

Um 18 Uhr schließen die Wahllokale, und die Wahlhelfer zählen die Stimmen aus. „Wir rechnen relativ schnell mit den ersten Ergebnissen“, sagt Klaus Helmer. Die Europawahl sei eine Ein-Stimmen-Wahl, die Stimmzettel müssen nicht umständlich nach Kandidaten und Parteien sortiert werden. Wann der letzte Bezirk mit Auszählen fertig sein wird, kann Klaus Helmer nicht seriös einschätzen. „Es kann immer etwas dazwischenkommen“, erklärt der erfahrene Wahlexperte. Sobald die letzten Ergebnisse vorliegen, übermittelt Helmer die Daten an den Kreis. Und dann ist auch sein Arbeitstag beendet.