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Brand Im Loch: Hydranten in Hilden waren in Ordnung

Löschwasser-Versorgung : Brand Im Loch: Hydranten funktionieren

Das Löschwasser musste beim Brand Anfang Januar über längere Strecken herangeschafft werden. Warum war das so, wollte die Bürgeraktion Hilden in einer Anfrage wissen. Jetzt liegt die Antwort der Stadt vor.

Gegen 21.15 Uhr bricht am 9. Januar, es ist ein Donnerstag, im ersten Obergeschoss und im Dachstuhl von zwei aneinander liegenden Doppelhaushälften im Bereich Bibelskirch ein Feuer aus. Als die Feuerwehr an der Straße Im Loch eintrifft, schlagen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl des Fachwerkhauses. Alleine 72 Retter der Feuerwehr Hilden sind im Einsatz. Sie werden von Einsatzkräften aus Langenfeld und Erkrath unterstützt. Die vier Bewohner können sich unverletzt selbst in Sicherheit bringen. Auch die Pferdeställe in direkter Nachbarschaft bleiben verschont. Erst nach zwei Stunden sind die Flammen gelöscht. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehr als 500.000 Euro.

Die Feuerwehr muss das Löschwasser über längere Strecken heranschaffen. Das sei zu Beginn des Einsatzes „die größte Herausforderung“ gewesen, erklärt ein Sprecher der RP. Das wiederum veranlasst die Bürgeraktion Hilden zu einer Anfrage im Stadtrat.  „Warum konnten die Hydranten im unmittelbaren Umfeld des Brandortes nicht genutzt werden?“, fragt Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen und beruft sich auf Beobachtungen von Anwohnern.

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In einer Pressemitteilung der Bürgeraktion liest sich das noch ganz anders: Das Feuer im Norden der Stadt werde „ein Nachspiel haben“, heißt es dort. Damit wird – rein sprachlich – suggeriert, dass bei dem Feuerwehreinsatz doch wohl nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein könne.

Es war aber alles in Ordnung, antwortet jetzt die Stadtverwaltung, abgezeichnet wie üblich in solchen Fällen von Bürgermeisterin Birgit Alkenings. Verfasst hat die ausführliche Antwort der Leiter der Feuerwehr, Hans-Peter Kremer. Ein Hydrant ganz in der Nähe der Brandstelle (vor dem Stichweg) sei funktionstüchtig gewesen und auch von der Feuerwehr genutzt worden. Die Wehr habe die maximale Menge an Wasser entnommen. Das habe den Effekt gehabt, dass die nachfolgenden Hydranten kaum noch Löschwasser zur Verfügung stellen konnten.

Wie kann das sein? Die Straße Im Loch liege am Stadtrand, sei ein „Randgebiet mit Einzelgehöften“. Dort sehen die technischen Regeln für die Löschwasserversorgung innerhalb eines Umkreises von 300 Metern einen Löschwasserbedarf vor von 48 Kubikmetern pro Stunde (800 Liter/Minute). Diese gesetzliche Vorgabe sei eingehalten worden. Im Loch verläuft keine Ringleitung (dort werden Hydranten von zwei Seiten mit Wasser versorgt), sondern eine Stichleitung/Abzweig (dort wird der Hydrant nur von einer Seite mit Wasser versorgt).

Weil der Dachstuhl brannte, sei sehr schnell der Wasserwerfer der Drehleiter mit eingesetzt worden, erklärt der Feuerwehr-Chef. Dieser Wasserwerfer hat in der kleinsten Stufe einen Löschwasserbedarf von 800 Litern pro Minute (48 Kubikmeter pro Stunde). Dazu wurden zwei Strahlrohre mit einem Bedarf von jeweils 100 Litern die Minute eingesetzt. Dafür reichte – wie erläutert –  die Löschwasserversorgung über Hydranten vor Ort nicht aus. Das könne überall vorkommen, betont Kremer.

Deshalb verfüge die Feuerwehr Hilden über ein Fahrzeug (Gerätewagen Logistik 2), das mit 2000 Meter Schlauch sowie Druckerhöhungspumpen ausgestattet sei. Damit werde Löschwasser von anderen Leitungen zur Einsatzstelle gefördert. Bis so eine Leitung installiert sei, könne für Außenstehenden schon mal wie eine kleine „Ewigkeit“ vergehen. Für die Feuerwehr sei dieser Zustand „bei größeren Einsätzen in der Erstphase völlig normal und somit in der Planung enthalten“, betont der Leiter der Hildener Feuerwehr: „Aus diesem Grunde kann ich (....) sagen, dass die Löschwasserversorgung in der Straße Im Loch für die Feuerwehr kein Problem darstellt.“ Und sie entspreche zudem den rechtlichen Vorgaben.