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Bis Anfang 2021 sollen zwei Brücken in Hilden ersetzt werden

Verzögerung in Hilden : Bis Anfang 2021 sollen zwei Brücken ersetzt werden

Die Fußgängerbrücken an der Richard-Wagner-Straße und Am Eichelkamp sind seit zwei Jahren nicht mehr nutzbar. Die neue Konstruktion wird langlebiger sein.

Im August oder September sollten die beiden Fußgängerbrücken an der Richard-Wagner-Straße und am Spielplatz Eichelkamp eigentlich fertig sein – doch jetzt verzögert sich die Wiedereröffnung erneut. Seit Juli 2018 schon warten Anwohner und Spielplatzbesucher auf die neuen Brücken. Bei einer technischen Überprüfung, die regelmäßig durchgeführt werden, waren damals erhebliche Mängel festgestellt worden. Die Prüfer bemängelten Risse und Verfaulungen an den Holzkonstruktionen. Eine Ersatzlösung solle „schnellstmöglich gefunden werden“, hieß es damals.

„Die beiden Brückenquerungen werden voraussichtlich Anfang 2021 wieder nutzbar sein. Ein genauer Termin kann derzeit noch nicht bekannt gegeben werden“, erklärt Baudezernent Peter Stuhlträger jetzt auf Nachfrage. Aber warum dauert es so lange, zwei Brücken auszutauschen? „Nach der Erstellung der Planung mussten die beiden Brücken vom Kreis Mettmann wasserrechtlich genehmigt werden. Neue Bauwerke können erst dann ausgeschrieben werden, wenn eine entsprechende Genehmigung vorliegt. Zu diesem Zeitpunkt kam es allerdings zu personellen Engpässen im Tiefbau- und Grünflächenamt. Daher konnten die beiden Projekte nicht so schnell wie ursprünglich vorgesehen bearbeitet werden“, erklärt der Baudezernent. Eine dritte Brücke innerhalb des Abenteuerspielplatz-Geländes konnte bereits aufgebaut und eingeweiht werden. Seit dem Sommer ist sie in Betrieb.

Die beiden neuen Brücken am Eichelkamp und in Richtung Area 51 an der Richard-Wagner-Straße werden laut Stuhlträger als Aluminium-Fachwerkkonstuktion hergestellt, wie die Brücke auf dem Abenteuerspielplatz. Dadurch seien sie wesentlich langlebiger und wartungsärmer als die Vorgängerbauwerke. „Für die Brücke an der Richard-Wagner-Straße sind im Haushalt rund 100.000 Euro und für die Brücke am Eichelkamp rund 80.000 Euro veranschlagt. Erst nach Submission der Ausschreibung werden wir wissen, wie viel die Brücken kosten werden“, berichtet der Baudezernent weiter.

Wie will die Stadt in Zukunft vermeiden, dass solche Projekte erst nach einer so langen Zeit vollendet werden können? „Der Prozess eines Brückenneubaus kann nicht wesentlich beschleunigt werden, da neben einer sorgfältigen Planung und Ausschreibung durch die Stadt außerdem der Kreis Mettmann die Unterlagen genehmigen muss“, erklärt Peter Stuhlträger. Auch das Vergabeverfahren könne nicht verkürzt werden. „In diesem konkreten Fall ist es jedoch aufgrund vieler Einflüsse – unter anderem auch aufgrund von corona-bedingten Personalengpässen – zusätzlich zu Verzögerungen im Planungs- und Bearbeitungsprozess gekommen“, sagt er.

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