Bezirksregierung prüft 100 neue Flächen für Wohnbau am Rhein

Hilden : Hier könnten Wohnungen entstehen

Die Auswahl potentieller Bebauungsgebiete wird immer konkreter – Hilden und Haan bleiben betroffen.

Als die Pläne im März diesen Jahres bekannt geworden waren, hatte es Proteste gehagelt: Damals war durchgesickert, dass die Bezirksregierung Düsseldorf deutlich mehr Flächen für Wohnbebauung vorsehen will, um die Landeshauptstadt zu entlasten – leider oft dort, wo es die betroffenen Städte zuvor bereits abgelehnt hatten.

Der Kreis Mettmann schlüpfte in die Rolle des Vermittlers – und war offenbar nicht ganz erfolglos. So sind mittlerweile einige Flächen, die vor allem in Hildener Naherholungsgebieten zur Bebauung vorgesehen waren, weggefallen. Rund 100 neue Flächen (1500 Hektar) könnten entlang der Rheinschiene dennoch künftig Wohnbauland werden. Dies geht aus einer Mitteilung der Bezirksregierung hervor. In Hilden ist demnach eine knapp 1,4 Hektar große landwirtschaftliche Fläche an der Stadtgrenze zu Langenfeld (Richrather Straße) weiterhin im Rennen. Eine strategische Prüfung hat inzwischen ergeben dass es keine erheblichen Umwelt-Auswirkungen geben wird, sollte auf ihr gebaut werden.

Ein Gebiet zwischen Westring und Elbsee bleibt ebenfalls auf der Bedarfsliste. Es könnte auf 8,3 Hektar Platz für rund 230 Wohneinheiten bieten, wird in einer Stellungnahme der Stadt allerdings als politisch kaum durchsetzbar beschrieben.

Aus der Zusammenstellung hinausgenommen wurde inzwischen die Fläche Karnap West, die laut Beschreibung der Bezirksregierung zu viele Restrisiken aufweist (Hochspannungsleitung, Grundwasserschutz, Klimarelevanz etc).

Wie geht es jetzt weiter? Das Thema „Mehr Wohnbauland am Rhein“ steht am Donnerstag, 27. Juni, auf dem Sitzungsprogramm des Regionalrates. Stimmen ausreichend Mitglieder für das Verfahren zur ersten Regionalplanänderung, ist das der Startschuss. Damit wäre die Bezirksregierung beauftragt, sich mit allen Akteuren in der Region über die Planung zu verständigen. Hierzu gehöre dann auch eine Beteiligung der Bürger, heißt es in einer Mitteilung.