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Betrunkener Autofahrer wehrt sich in Hilden gegen Polizisten

Aus dem Polizeibericht : Solinger fährt betrunken und berauscht in Schlangenlinien

Ein 46-jähriger Mann aus Solingen muss den Freitag in der Ausnüchterungszelle der Hildener Polizeiwache verbringen. Am Morgen war er mit seinem Wagen in Schlangenlinien gefahren, hatte viele gefährliche Situationen provoziert und später erheblichen Widerstand gegen die eingesetzten Polizeibeamten geleistet.

Wie die Polizei berichtete, meldete sich gegen 7 Uhr ein Zeuge, der aktuell einem schwarzen Volvo V70 mit Solinger Kennzeichen folgte. Dieses Fahrzeug war, von der A46 kommend auf dem Ostring unterwegs. Dabei war die Schlangenlinienfahrt des Volvos so extrem, dass der V70 mehrmals bis in den Gegenverkehr geriet und entgegenkommender Verkehr stark abbremsen musste, um eine folgenschwere Kollision zu verhindern. Am Starenkasten Ostring zeigte der V70-Fahrer, für den nachfolgenden Zeugen deutlich erkennbar, dem Kamera-Objektiv der Anlage demonstrativ den Mittelfinger. Am Ende des Ostrings geriet der Volvo in der Abfahrt auf die dortigen Sperrflächen, bevor der Wagen bei Rot ohne zu stoppen nach rechts in die Walder Straße abbog.

Kurz hinter der Hildener Stadtgrenze war die gefährliche Fahrt des Volvos dann aber zu Ende. Eine alarmierte Streifenwagenbesatzung der Hildener Polizei konnte den Wagen auf der Hildener Straße in Ohligs stoppen. Bei der Überprüfung war den kontrollierenden Beamten sofort klar, dass der 46-jährige Solinger am Steuer ganz erheblich berauscht war. Der Mann roch nach Alkohol, lallte und zeigte weitere Ausfallerscheinungen. Die Durchführung eines Alkoholtests lehnte der Mann kategorisch ab. Als er zur ärztlichen Entnahme einer Blutprobe zur Polizeiwache mitfahren sollte – und auch, weil er sich nicht ausweisen und auch keinen Führerschein vorzeigen konnte – wehrte sich der Mann aktiv gegen die Polizisten. Als er noch nach einer Beamtin trat, legten die Ordnungshüter ihm Handfesseln an. Der Solinger deckte die Polizisten unterwegs und später in der Hildener Wache mit Beschimpfungen und Flüchen ein.

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Die Polizei leitete Strafverfahren wegen einer Trunkenheitsfahrt mit Verkehrsgefährdung, wegen Widerstand und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Körperverletzung und Beleidigung ein. Da wegen des Verhaltens des Beschuldigten der begründete Verdacht aufkam, dass dieser zusätzlich auch unter dem Einfluss von Drogen stand, wurden gleich mehrere Blutproben angeordnet und durchgeführt. Nach erfolgten Blutprobenentnahmen zur Beweisführung, verblieb der Beschuldigte zur Ausnüchterung und Verhinderung weiterer Straftaten in polizeilichem Gewahrsam. Mittags zeigte ein dann doch noch freiwillig durchgeführter Alkoholtest einen Wert von immer noch mehr als 1,5 Promille. Deshalb ordnete ein Richter die Fortdauer des polizeilichen Gewahrsams zur Ausnüchterung bis zum frühen Freitagabend an.

Die Identität des 46-jährigen Solingers wurde inzwischen zweifelsfrei geklärt. Der Führerschein des Beschuldigten konnte noch nicht sichergestellt oder beschlagnahmt werden. Jedes weitere Führen von führerscheinpflichtigen Fahrzeugen wurde dem Mann aber bereits ausdrücklich untersagt

Ob der schwarze Volvo V70 und der erhobene Mittelfinger des 46-jährigen Solingers morgens von der Kamera des Kreises Mettmann fotografiert wurde, ist aktuell noch nicht geklärt.

(dts)