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Hilden: Beschwerden: Unterlagen für Briefwahl kamen zu spät

Hilden : Beschwerden: Unterlagen für Briefwahl kamen zu spät

Die Wähler haben versäumt, sich bei der Stadt zu melden. So blieb der Sperrvermerk in den Listen.

Offenbar konnten am Sonntag einige Wähler in Hilden ihre Stimme nicht abgeben, weil ihre Briefwahlunterlagen nicht oder zu spät zugestellt wurden. Wahlleiter Klaus Helmer weiß von drei Beschwerden am Wahlsonntag. Wer Briefwahl beantragt, bekommt einen Sperrvermerk im Wählerverzeichnis, erklärt er das Verfahren. Dadurch wird verhindert, dass Wahlberechtigte zweimal, einmal per Briefwahl und einmal im Wahllokal, abstimmen. Die Stadt habe die Wahlunterlagen am 11.

/12. September per Post auf den Weg gebracht. Dienstleister war diesmal Postcon. Auf ihrer Internetseite und in der Presse habe die Stadt die Wahlberechtigten darauf hingewiesen, sich im Wahlamt zu melden, falls die Wahlunterlagen nicht eintreffen. "Wir haben in der Woche vor der Wahl gemerkt, dass einige Wahlunterlagen wohl nicht angekommen sind", berichtet Helmer. Einige Wahlscheine seien deshalb für ungültig erklärt und neue ausgestellt worden.

Das war bis Freitag vor der Wahl (22. September) 18 Uhr möglich. Die Stadt habe sich wegen der Beschwerden an Postcon gewandt, aber noch keine Antwort erhalten. Ein Wähler will seine Wahlunterlagen erst gestern erhalten haben - von der Deutschen Post. "Für mich ein Rätsel", sagt Helmer. Er werde der Sache nachgehen. In Hilden waren am Sonntag rund 43.000 Bürger wahlberechtigt, knapp 12.000 hätten per Briefwahl abgestimmt.

(cis)